Der Weihnachtsmarkt auf dem früheren Luxburg-Besitz lockt jährlich Tausende von Besuchern an. Wer danach sucht, findet dort ganz besondere Spezialitäten. 2013 war die Aschacher Schlossweihnacht ein Versuchsballon. Inzwischen hat sich der Christkindelsmarkt im historischen Ambiente des einstigen Grafenbesitzes, vor allem an den Sonntagen, zum Besuchermagneten entwickelt. Am zweiten und dritten Adventswochenende (8. bis 10. und 15. bis 17. Dezember) kommen die Fans von buntem Weihnachtströdel dort wieder voll auf ihre Kosten. Und auch diesmal gibt's was Neues im Programm.


Fränkisches Element wichtig

Waren es anfangs 30 Stände, an denen die Gäste sich satt sehen und dann natürlich etwas kaufen konnten, so kommen inzwischen 40 Händler nach Aschach und breiten dort ihre Waren aus. "Natürlich ist uns dabei das fränkische Element wichtig", sagt Jürgen Wehner; der das Weihnachtsspektakel im Schloss zusammen mit Sebastian Metz ausrichtet. Inzwischen kommen auch Händler aus ganz Deutschland hierher, so zum Beispiel aus Neuruppin, Wolfenbüttel und München. An Flächen mangele es im Schlossgarten nicht, sagt Wehner. "Wir hätten noch Platz für 50 weitere Stände."


Besucher haben die Qual der Wahl

Da wird die Qual der Wahl beim Kaufen groß sein an den Ständen mit Deko- und Geschenkartikeln unterschiedlicher Materialien: Was mag der zu Beschenkende wohl lieber, ein biologisch produziertes Duftöl, einen Schal aus Alpaka-Wolle oder vielleicht ein hübsches Schmuckstück? Wenn sich Besucher richtig Mühe machen, werden sie schnell die Raritäten der Weihnachtsschau aufstöbern, wie zum Beispiel die Schafmilch-Seife und den Hirsch-Schinken, die original "Öschicher" Wildschweinbratwurst und den Rhöner Whiskey.
2016 hatten die Veranstalter zum ersten Mal eine Krippenausstellung organisiert. Die Exponate kamen so gut an, dass sie auch dieses Jahr wieder in der Museumsscheune ausgestellt werden, sagt Wehner.
Zudem kann man in Aschach diversen Handwerkern über die Schulter schauen, wie zum Beispiel einem Holzschnitzer und einem Schmied. Kinder dürfte interessieren, dass es im Schlosshof auch Alpakas und Schafe zu sehen gibt. Und natürlich kann man auch im Volkskunde- und Schulmuseum stöbern.


Rockige Klänge am Abend

Was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne Musik? In Aschach sind unter anderem die Rhöner Saxophöner, die Premicher Blechbläser, der ProTon-Chor Stangenroth, die Postkapelle Quintett und die Alphornbläser Schwarze Berge mit von der Partie. Brandneu ist die Rock Christmas mit DJ Gustl. Denn die Schlossweihnacht wird abends erst richtig lauschig, wenn die Lichterketten brennen, sagt Wehner.
Auch in den vergangenen Jahren blieben Gäste gerne etwas länger, haben die Veranstalter festgestellt. Also warum nicht gleich auch mal ein Abendprogramm anbieten? Der rockige Abend für alle, die Oldies lieben, beginnt am 16. Dezember um 20.30 Uhr. Eine Attraktion dürfte auch am 17. Dezember die Fackelwanderung zum Schloss werden. Zuvor sind beim Adventskonzert im Bad Bockleter Kursaal der Gospelchor Spirit of Joy, das Dialog Quartett und Jutta Wieczorek zu hören.


Überregionale Werbung

Obwohl an den sechs Veranstaltungstagen schätzungsweise rund 12 000 Besucher durch den Schlossgarten bummeln, fehlt den Veranstaltern noch ein letztes Quäntchen zum großen Glück: Sie möchten ohne das jährliche nicht unerhebliche Defizit aus dem Weihnachtsevent herauskommen. Manchmal müsse man eben einen langen Atem haben, sagt Wehner und hofft dabei auf gezielte Werbung, die jedes Jahr auch landesweit lanciert wird. So steht die Fränkische Schlossweihnacht zum Beispiel auch im Weihnachtsmarkt-Spezial des Wochenmagazins "Spiegel". Zudem werden jährlich tausend Busunternehmer über einen Verteiler auf die Schlossweihnacht hingewiesen, sagt Wehner.
Was dem Veranstalter besonders am Herzen liegt: Wenn Besucher mit dem Auto anfahren, sollten sie den kostenlosen Bus-Shuttle vom Bad Bockleter Parkplatz nutzen. Warten muss man nicht lange, die Fahrzeuge verkehren alle 20 Minuten.