"Sportlich nimmt der Schützenverein Edelweiß Reiterswiesen auch im Sportjahr 2014 wieder eine führende Stellung im Schützengau Rhön-Saale ein." Nicht ohne Stolz listete der stellvertretende Sportleiter, Andreas Schmitt, bei der Jahreshauptversammlung die zahlreichen Erfolge der Schützen auf.
In 21 Disziplinen waren 14 Mannschaften und 70 Einzelstarter bei den Gaumeisterschaften vertreten. Bei den Rundenkämpfen fochten 14 Mannschaften um Sieg und Ehre. Von den 161 Mitgliedern seien 136 aktive Schützen, so Schützenmeister Arno Röder.
Zufrieden zeigte sich der Schützenmeister mit den vielen Aktivitäten des Vereins. Dennoch bleibe auf der finanziellen Seite immer weniger hängen. "Die Kosten werden immer mehr, die Einnahmen immer weniger."
Röder wünschte sich mehr Zuspruch seitens der Mitglieder bei Vereinsveranstaltungen. Dies zeigte sich auch bei der Versammlung. Nur 36 Mitglieder, das sind 22 Prozent, waren gekommen. Auch in der Vereinsarbeit forderte der Schützenmeister mehr Beteiligung. "Es helfen immer nur die Gleichen."
Was sind die Beweggründe 50 Jahre einem Verein anzugehören? Dazu sagte Peter Richter: "Mir hat es immer Spaß gemacht. Die Kameradschaft, der Zusammenhalt, das gleiche Interesse verbindet. Früher habe er bei den Rundenkämpfen als Sportpistolenschütze aktiv mitgemacht. 20 Jahre habe er danach pausiert. Seit sieben Jahren nimmt er als Schütze in der Seniorenklasse wieder aktiv am Vereinsgeschehen teil. "Schießen ist mein Leben. Die Kameradschaft ist mir wichtig."
Für Johannes Piekarski nimmt seit 40 Jahren der Schießsport einen breiten Raum ein. Seit 20 Jahren ist er Schießleiter im Verein. Für ihn bedeutet der Schießsport auch, mit der Mannschaft zu fiebern. Dazu gehört auch das gemeinsame Essen nach dem Wettkampf, die schönen Gespräche oder die netten freundschaftlichen Begegnungen mit Sportkollegen der anderen Vereine.
"Mein Vater, Hannsgeorg Piekarski, war begeisterter Sportschütze und hat mich als zwölfjähriger in den Verein mitgenommen. Weil mein Vater Kurzwaffenschütze war, bin ich auch das geworden. Man lernt das, was man beigebracht bekommt. Ich war im Gewehr nicht gut, deshalb habe ich es gelassen. Ich schieße Luftpistole und Sportpistole."
Für Johannes Piekarski war das größte Ereignis der Schützenkönig im Jahre 2001, nachdem zuvor sein Vater die Würde innehatte. Sportlich größter Erfolg sei für ihn der Mannschaftssieg mit der Luftpistole in der Unterfranken-Liga und der anschließende Aufstieg in die Bayernliga gewesen. "Nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe, sind meine Schießleistungen besser geworden. Erstmals kam ich 2009 dadurch zu den bayerischen Meisterschaften nach München. "Mein Ziel war es, nicht der Letzte zu werden - und ich habe es geschafft. Von den 160 Teilnehmern landete ich auf Platz 40", erzählt Piekarski. "Das geschossene Ergebnis war mein Rekord. Ich habe mehr Ringe geschossen als sonst."
Im Rahmen der Ehrungen wurde an Jürgen Sell und Ulrike Röder das Protektoratsabzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes für besondere Verdienste um das bayerische Sportschützenwesen verliehen.

Ehrungen

Für 25 Jahre Vereinstreue Jürgen Seidl, Mathias Krebs, Armin Fehr und Peter Klopf.

Für 40 Jahre Christian Piekarski, Michael Schlotter, Johannes Piekarski und Engelbert Vogel.

Für 50 Jahre Adolf Kiesel, Ottmar Brand, Peter Richter und Klaus Rosenheimer.