Mit einer bundesweiten Protestaktion und öffentlichen Demonstrationen in 50 deutschen Großstädten, ausschließlich organisiert über Facebook und Instagram, meldeten sich am Mittwoch die Mitarbeiter der deutschen Reisebüros lautstark zu Wort: "Wir sind viele! Wir zeigen Gesicht! Wir sind laut. Rettet die Reisebüros!" Die Branche fordert von der Bundesregierung eine stärkere Beachtung und einen Rettungsschirm mit nicht rückzahlbaren Beihilfen für die mehr als 11 000 Agenturen mit ihren fast 100 000 Mitarbeitern. Auch die 22 Reisebüros im Landkreis Bad Kissingen mit etwa 60 Mitarbeitern beteiligten sich an dieser Aktion.

"Wir kämpfen bis zum Schluss", bestätigte Christine Krebs, Inhaberin des Bad Kissinger Reisebüros Gawlik, ihre Teilnahme. Zwar gab es in der Kreisstadt am Mittwoch keine gemeinsame Demonstration der sechs Reisebüros auf dem Marktplatz, aber jede Agentur machte ihren Protest auf kreative Weise deutlich.

"Rettet die Reisebüros"

So platzierten Krebs und ihre Mitarbeiterin Ursula Kukuk mehrere Poster mit dem Aktionsmotto "Rettet die Reisebüros" auf Kundenstoppern und mit dem SOS-Hilferuf auf leeren Koffern gut sichtbar direkt vor ihrem Büro auf der Ludwigstraße. Alle sechs Mitarbeiter musste Krebs im März zu 80 Prozent in Kurzarbeit schicken. In den restlichen Arbeitsstunden müssen von Kunden gebuchte Reisen wieder storniert werden.