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Rannungen: Familienvater Andi hat Blutkrebs – Verein startet Aktion


Autor: Milena Graf

Rannungen, Dienstag, 20. Oktober 2026

In Unterfranken organisiert ein Verein eine rührende Aktion. Er will seinem Vorstandsmitglied Andi helfen, der unerwartet an Blutkrebs erkrankt ist.
Aktion mit Herz: Um Andi aus dem Kreis Bad Kissingen und anderen Menschen mit Blutkrebs zu helfen, stellt sein Musikverein eine Registrierungsaktion zur Stammzellspende auf die Beine.


Hartes Schicksal: Andi aus Rannungen im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen wurde unerwartet mit Blutkrebs diagnostiziert. Es ist ein Schock für alle, die den liebevollen Familienvater, Musiker aus Leidenschaft und engagierten Lehrer kennen.

Nun muss er seine Zeit im Krankenhaus im Kampf mit der schweren Krankheit verbringen, anstatt bei seiner Familie sein zu können oder sich um seine Schüler zu kümmern. Die schwere Diagnose trifft Andi mitten im Leben – sein größter Wunsch ist es, seine Kinder aufwachsen zu sehen und gemeinsam mit seiner Frau alt zu werden. Das schreibt die Deutsche Knochenmarksspenderdatei (DKMS) in einer Mitteilung.

Blutkrebspatient aus Rannungen: Musiker und Lehrer kämpft ums Überleben

Viele Jahre seines Lebens hat er demnach der Erziehung und Bildung von jungen Menschen gewidmet. Beim Musikverein Rannungen ist er überdies nicht nur Musiker und Dirigent, sondern kümmert sich als Vorstand seit Mitte des Jahres auch spezifisch um den Nachwuchs.

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Dieses Engagement erwidert der fränkische Verein in einer berührenden Aktion. Gemeinsam mit Rannunger Vereinen, Lieferanten und der Gemeinde sowie Musikgruppen aus dem Umkreis organisiert der Musikverein Rannungen eine Registrierungsaktion zur Stammzellspende bei der DKMS. Für Andis Genesung – wie bei vielen Betroffenen von Blutkrebs – ist es unglaublich wichtig, einen passenden Stammzellspender zu finden.

Registrierungsaktion von fränkischem Verein - "24 Stunden Musik fürs Leben"

Unter dem Motto "24 Stunden Musik fürs Leben" hat sich der Musikverein dabei etwas ganz Besonderes für die Benefizveranstaltung und Typisierungsaktion ausgedacht. Während sich Spender am Wochenende vom 24. und 25. Oktober in der Mehrzweckhalle in Rannungen registrieren können, treten Bands aus der Region auf.

So sollen Leute animiert werden, vorbeizukommen und möglicherweise sogar Leben zu retten. Auch auf Social Media wirbt der Verein für die Aktion: "Wir wollen unseren Beitrag leisten, damit Andi wieder gesund wird."

Alle Infos auf einen Blick: 

  • Was? Stammzellspender-Registrierungsaktion "24 Stunden Musik fürs Leben"
  • Wer? Jeder Mensch zwischen 17 und 55 Jahren
  • Wo? Mehrzweckhalle, Jahnstraße 4, 97517 Rannungen 
  • Wann? Von Samstag, 24. Oktober 2026, 16 Uhr, bis Sonntag, 25. Oktober 2026, 21 Uhr

Die Anteilnahme ist groß. Der Beitrag generierte auf Instagram über 1500 Likes; auch die Schülermitverwaltung (SMV) der Walther-Rathenau-Schulen aus Schweinfurt meldet sich dort mit einer bewegenden Nachricht an Andi zu Wort. "Die gesamte Schülerschaft der Walter-Rathenau-Schulen denkt an Sie! Wir hoffen auf das Beste und wünschen Ihnen ganz viel Kraft und Genesung auf diesem Weg. Mit Ihrem Engagement, vor allem in der SMV, und mit Ihrer Art haben Sie uns alle im Schulalltag geprägt."

Stammzellspende: Experte räumt mit Vorurteilen auf

Über die Stammzellspende kursieren noch immer viele falsche Vorstellungen – etwa, dass immer ein operativer Eingriff oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig sei. Dem ist laut Lukas Trompertz von der DKMS allerdings nicht so. Demnach ist die bei weitem häufigere Methode der Stammzellspende die sogenannte "periphere Stammzellentnahme". Diese "kommt derzeit mit circa 90 Prozent am häufigsten zum Einsatz".

Die Methode ähnelt einer Dialyse oder verlängerten Blutspende und wird ambulant durchgeführt. Die Stammzellspende passiert anonym. Nach einer gewissen Zeit gibt es in manchen Ländern allerdings die Möglichkeit, den Empfänger der eigenen Spende zu kontaktieren oder gar kennenzulernen. "Leider erlauben nicht alle Länder die anonyme und/oder persönliche Kontaktaufnahme", so Trompertz. "Wenn es aber zu einer persönlichen Begegnung zwischen Spender:in und Empfänger:in kommt, sind das immer ganz besondere Erlebnisse und oft entstehen daraus Freundschaften fürs Leben", wird er in einer Mitteilung zitiert.