Die 80 Aussteller der 18. Bad Kissinger Gesundheitstage sind zufrieden: "Es ist sehr gut gelaufen", berichtet etwa Martin Erhardt von der Tomesa-Fachklinik in Bad Salzschlirf. Seit drei Jahren ist die Einrichtung bei der Fachmesse vertreten. Das hat auch viel mit Geschäftsführer Armin Faber zu tun: Der frühere Bad Bocleter Bürgermeister wurde auf die Gesundheitstage aufmerksam. "Wir hatten auf Grund des Standes hier auch schon konkrete Buchungen", erzählt Faber.

"In sehr vielen Gesprächen ging es um unsere Pauschalkuren", sagt Tomesa-Marketing-Direktor Erhardt. Schwerpunkt sei dabei das Thema Ernährung: "Wir arbeiten momentan auch an einer Basen-Kur", passe das Interesse zum Programm der Klinik. Für Erhardt steht fest: "Wir kommen auf alle Fälle nächstes Jahr wieder."

Immer größere Professionalität

"Wirklich super" ist auch der Stand des Sanitätshauses Traub aus Sicht von Mitarbeiterin Sandra Keß gelaufen. Auf 250 Gespräche am Tag schätzt sie die Kontakte. Besonders groß sei das Interesse an Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe und Schuheinlagen gewesen. "Seitdem wir in Bad Kissingen eine Filiale haben, sind wir auf den Gesundheitstagen vertreten, das bleibt auch so", berichtet Keß. Wegen der guten Zusammenarbeit mit dem Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck teilen sich beide eine Ausstellungsfläche.
Viele positive Rückmeldungen hat auch Projektleiterin Elisabeth A. Dichtl von den Ausstellern bekommen. "Die Besucher haben viele Fragen gestellt, es kommen viele interessierte Menschen", berichtet sie. Auf eine Besucherzahl will sich die Haupt-Organisatorin zwar nicht festlegen, sie geht aber davon aus, dass die 20 000 des Vorjahres zwar nicht ganz, aber annähernd erreicht wurden.

Eva Maria Roer, Vorsitzende des Fördervereins Gesundheitszentrum Bad Kissingen, freut sich jedes Jahr aufs neue über die gelungenen Gesundheitstage. Und selbst sie als Veranstalterin findet immer wieder etwas Neues: "Die Professionalität in der Wandelhalle ist größer geworden", schildert sie ihre Eindrücke von der 18. Auflage der Fachmesse.
"Uns ist es ein Anliegen, die Kompetenz in der Region zugänglich zu machen", sagt Roer über die Grundidee. Besonders interessant hätten die Krankenhäuser informiert: "Da wird für den Laien verständlich gezeigt, was im OP gemacht wird." Dass die Messe 2016 wieder stattfindet, steht für Roer außer Frage: "Nach 18 kommt 19 und dann 20", kündigt sie an.

Vorbereitung für 2016 beginnt

Von Patienten, die bereits gut informiert sind und gezielt nachfragen, berichten auch die Aussteller und Interessenten. "Die Gesundheitstage haben sich von einem Mosaikstein zu einem Eckstein unserer Medizinkompetenz entwickelt", würdigt denn auch der 3. Bürgermeister Thomas Leiner die Bedeutung der Fachmesse. Und für die Organisatoren beginnt ab heute schon die Vorbereitung für das nächste Jahr: "Wir schauen im Vorstand natürlich immer wieder, wohin sich die Welt bewegt", berichtet Eva Maria Roer. Das Ziel sei auch für 2016 ein möglichst breites Angebot.

Premiere Auf Initiative von Eva Maria Roer, der Vorsitzenden des Fördervereins Gesundheitszentrum, und der Nürnberger Künstlerin Ursula Jüngst wurde heuer zum ersten Mal ein Kunst-Wettbewerb ins Programm genommen. Ziel war, die therapeutische Wirkung von künstlerischem Schaffen zu thematisieren. Zwei 11. Klassen des Bad Kissinger Gymnasiums malten Bilder zum Thema "Bewegung - Begegnung".

Jury Die Bewertung übernahmen Fördervereins-Vorsitzende Eva Maria Roer, Galeristin Elisabeth Hirnickel, die Künstler Carlo Catoni und Sylvia Pfister-Stanjek sowie Kunst-Lehrerin Petra Götz.

Gewinner Den ersten Preis belegte Raphael Zänglein mit einem farbenfrohen Bild. Das Bild von Luisa Albrecht kam auf Platz 2, das von Amelie Rottenberger auf Platz 3.