Spannend war das schon, als vier Männer kurz vor Weihnachten 2019 den Kirchturm von innen erklommen und sich dann hoch oben auch noch mutig auf das Gerüst hinaus wagten, um die große Kugel mit dem Eisenkreuz und dem goldenen Hahn auf der Spitze vorsichtig abzunehmen. Schließlich war das Behältnis 1933 zum letzten Mal vom Turm geholt worden, denn damals mussten, genau wie heute, Schäden am Turm ausgebessert werden. Am heutigen Freitag soll nun der Theinfelder Wetterhahn wieder nach Hause zurückkehren. Er wird am Vormittag mitsamt der neuen Kupfer-Kugel und dem alten, aber sanierten Eisenkreuz wieder auf die Kirchturmspitze drauf montiert.

Nur das Kirchenschiff sanieren

Dass der Turm der Kirche nun auch ertüchtigt werden musste, war ursprünglich nicht vorgesehen, sagt Bürgermeister Egon Klöffel. Eigentlich war nur geplant, das Kirchenschiff zu sanieren, das nämlich 1971 zum letzten Mal baulich unter die Lupe genommen worden war. In Theinfeld ist von früher her gültig, dass die politische Gemeinde die Baulast für das Äußere der Kirche trägt. 320.000 Euro waren für diese neue Maßnahme von Architekt Reinhard Seufert (Poppenlauer) veranschlagt worden.

Die Diözese Würzburg sagte den Theinfeldern glücklicherweise zu, 31 Prozent der Kosten zu übernehmen (100.000 Euro), so Klöffel weiter. Zudem hatte es seinerzeit geheißen, dass auch die Kirchengemeinde selbst mit 20.000 Euro ihr Scherflein zur Sanierung beitragen wolle.