In den letzten Wochen hatte es viel Wirbel um den Theaterring gegeben. Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) hatte ihn während der Vorberatungen zum Haushalt auf eine mögliche Streichliste gesetzt und eine Grundsatzentscheidung gefordert, mit der Begründung, das Defizit der Veranstaltungsreihe sei zu hoch. Es folgte vehementer öffentlicher Protest. Bei den abschließenden Beratungen am Mittwoch hat der Stadtrat beschlossen, den Theaterring weiterzuführen und die Abo-Preise anzuheben. "Es wird an der Kasse abgestimmt", sagte Blankenburg. "Ich freue mich, wenn es gelingt, diese Einrichtung zu erhalten."

Das öffentliche Interesse an den Haushaltsberatungen war in diesem Jahr groß. Es waren einige Zuschauer im Sitzungssaal, darunter viele Arnshäuser. Der Stadtteil bangt um die marode Brücke im Brühl, die gerade bei Fußgängern und Radfahren beliebt ist. Für den Verkehr ist die Brücke aus Sicht der Stadt gestorben, wenn möglich soll sie für Fußgänger und Radfahrer erhalten werden. Für andere Reizthemen endete die Sitzung wenig zufriedenstellend. Der Planungsansatz über 80 000 Euro zur Umgestaltung des Berliner Platzes wurde einkassiert. Außerdem ist das Thema Neuer Reitersteg vorerst vom Tisch. Blankenburg stellte drei Bedingungen, unter denen nach 2016 wieder über einen Neubau gesprochen werden kann: Die Kosten müssten sich verringern, die Zukunft des Reitvereins müsste gesichert sein und der Verein sich finanziell beteiligen.

Die CSU-Fraktion lehnte den Haushalt sowie den Finanzplan bis 2019 ab. Wenn die Fußgängerzone nicht auf absehbare Zeit saniert werde, müssten stattdessen andere Projekte wie die Umgestaltung des Berliner Platzes realisiert werden, so Fraktionssprecher Michael Heppes zur Begründung. Haushalt und Finanzplan wurden mit 21 zu acht Stimmen verabschiedet. Das Konsolidierungskonzept, mit dem die Stadt zum zweiten Mal Stabilisierungshilfe vom Freistaat erhalten will, wurde einstimmig beschlossen.