Die Bohlenbretter, die an vielen Stellen durch den Moorlehrpfad des Schwarzen Moores führen, wurden im vergangenen Jahr von rund 240.000 Füßen begangen. Gut 120.000 Besucher machen also klar, dass das Moor am Dreiländereck auf Hausener Gemarkung einer der markanten Anziehungspunkte im Naturpark und Biosphärenreservat Rhön ist.


Beweggründe

Allerdings: Im Winter ist das Moor für Besucher gesperrt. Weil das immer wieder für Nachfragen sorgt, stellte Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservats bayerische Rhön, die Beweggründe für diese Praxis dar. "Es geht in aller erster Linie um die Sicherheit der Menschen", so Spitzl. Es ist nicht möglich, den rund zweieinhalb Kilometer langen Rundweg im Winter zu räumen. Die Holzbohlen stellten ein erhöhtes Gefahrenpotenzial dar. "Manche Bohlenstege sind in leichter Schräglage, bei Glatteis ist das unkalkulierbar", ergänzt Gebietsbetreuer Thorsten Kirchner. Bei Schneeverwehungen wären mitunter die Bohlenstege gar nicht sichtbar, warnt der Fachmann.


Durchschlüpfen verhindern

Gute Gründe, in den Wintermonaten das Areal zu sperren. Entsprechende Hinweistafeln am offiziellen Eingang zum Schwarzen Moor Eingang, die auf die Sperrung hinweisen, gibt es schon einige Zeit. Nun wurde die Sperrung rechts und links der hölzernen Eingangskonstruktion noch um zwei Bauzäune erweitert. Außerdem wurden zwei größere Schlitze mit Brettern versehen, um ein schnelles Durchschlüpfen zu verhindern.


Aussichtsturm gesperrt

Damit will der Naturpark alles tun, um Menschen von einem Begehen abzuhalten. Auch der Aussichtsturm, der von der Straße Richtung Seiferts aus ebenfalls erreichbar wäre, ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.
"Es geht um die Sicherheit der Menschen. Aber auch die Tierwelt hat in den Wintermonaten etwas davon, wenn es ruhiger ist im Moor", stellt Thorsten Kirchner fest.


Gut fürs Birkwild

Insbesondere das Birkwild findet mit den Birkenknospen des Moorwaldes gute Nahrung in den harten Wintermonaten. "Daher kommt auch der Name der Tiere", erklärt Kirchner.

Vollkommen eingezäunt ist das Schwarze Moor nicht. In den letzten Jahren sei man dazu übergegangen, Teile der Umzäunung aufzulassen. "Es haben sich auch Tiere immer wieder verletzt und es ist besser für den biologischen Austausch", erklärt Spitzl weiter. Er und Kirchner bitten um Verständnis, dass das Schwarze Moor gesperrt ist in der Wintersaison.


Winterwanderwege empfohlen

Umso mehr empfehlen sie für Freunde des Rhöner Winters die gewalzten Winterwanderwege zum Beispiel an der Schornhecke oder an der Sennhütte.Mehr Informationen über Bewegung im Rhöner Winter: www.rhoen.de/wintersport Gerhard Fischer