Radweg: Im September geht's los

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Beim Bau des Radwegelückenschlusses Kollertshof zum Badesee Burgwallbach müsste auch der Brendsteg bei Kollertshof neu hergestellt werden. Die Gemeinde hofft nun, dass auch nach der veränderten Planung des Weges die staatliche Förderung möglich bleibt. Foto: Manfred Zirkelbach
Beim Bau des Radwegelückenschlusses Kollertshof zum Badesee Burgwallbach müsste auch der Brendsteg bei Kollertshof neu hergestellt werden. Die Gemeinde hofft nun, dass auch nach der veränderten Planung des Weges die staatliche Förderung möglich bleibt.  Foto: Manfred Zirkelbach

Schönauer Gemeinderäte beschließen einen Ausbau auf der vorhandenen Trasse - Damit soll die Förderung erhalten bleiben.

Und wieder war der Radweg-Lückenschluss zwischen Kollertshof und dem Burgwallbacher Badesee vorrangiges Thema in der Gemeinderatssitzung. Zuletzt hatte die Gemeinde das Projekt stoppen müssen, weil eine Bürgerinitiative sich vehement gegen den Bau gewehrt hatte. Dadurch kam es nicht zu einem notwendigen Grunderwerb durch die Gemeinde.


Viele Zuhörer in der Sitzung

Zahlreich kamen nun die Burgwallbacher in der Sitzung, um sich über den Sachstand informieren zu lassen. Demnach wurde gemäß des Gemeinderatsbeschlusses der Auftrag für den Bau an die Firma Stolz vergeben. Der Bürgermeister hatte gedacht, den ausstehenden Grunderwerb abschließen zu können.
Nach dem Antrag der Gemeinderäte Pokorny und Heinrich und dem darauf folgenden abrupten Stopp der Maßnahme fand ein Gespräch mit der Verwaltung und dem Land für ländliche Entwicklung in Würzburg (AlE) statt. Dabei wurde beraten, wie durch Planänderungen den Einwendungsführern und dem Grundstückseigentümer entgegengekommen werden könne, ohne die Förderfähigkeit zu verlieren. Da die Förderung sowohl auf die Nutzung als Radweg wie auch auf die Landwirtschaft abzielt, wäre nach den Vorstellungen des AlE ein reiner Radwegebau mit einer Breite von 2,50 Meter oder geringer nicht förderfähig.
Als Alternative wurden zwei mögliche Varianten aufgezeigt, die durch die Förderung noch abgedeckt werden könnten. Einmal: der Ausbau innerhalb der Grenzen des vorhandenen Weges, also ohne Grunderwerb. Oder: der breitere Ausbau in Schotterbauweise. Weiterhin müsse die Gemeinde darauf achten, so der Bürgermeister, die Förderung für den Brendsteg-Neubau durch die Regierung nicht zu verlieren. Dieser Zuschuss zielt darauf ab, dass unbeschränkter Verkehr, also auch für Radfahrer und Fußgänger, möglich gemacht wird. Der Lückenschluss mit einem Schotterweg wird für Radfahrer nicht als geeignet angesehen.


Räte hätten korrekt gehandelt

Nahezu alle Wortmeldungen der Gemeinderäte hierzu liefen darauf hinaus, dass sich das Gremium korrekt verhalten habe, alle Beschlüsse bisher öffentlich erfolgt seien. Man dürfe den Gemeinderäten keineswegs Täuschung vorwerfen, der Lückenschluss sei Wunsch der Burgwallbacher Bürger gewesen und jedes Jahr in der Bürgerversammlung ausgiebig diskutiert worden. Detlef Schrenk betonte, man habe in vielen Sitzungen sehr viel Energie aufgewendet und bei Verhandlungen mit den Ämtern erfolgreich eine hohe Förderung erzielen können.
Die Initiative empfand die Maßnahme als einen zu großen Eingriff in die Landschaft des Tales. Zudem sei die aufgezeigte Wegeführung für Radfahrer wenig attraktiv, sodass Radfahrer auch weiterhin die doch recht belebte Kreisstraße nützen würden. Eberhard Märkert wies darauf hin, dass durch den Bau des Weges der Badesee als Freizeiteinrichtung aufgewertet werden könne, es gäbe kein neues Argument, nun auf den Weg zu verzichten.
Die Grundstückseigentümerin erklärte allerdings auch, dass sie zwar mit einem Radweg kein Problem hätte, aber den Ausbau in dieser nun geplanten Dimension nicht mittragen könne. Die Folge: Der Gemeinderat beschloss nun, den Weg innerhalb des vorhandenen Weges ohne Grunderwerb nach der aufgezeigten Variante 1 auszubauen. Damit wäre die Förderung durch das AlE möglich. Und es könnte noch im September mit dem Bau begonnen werden.