Das coronabedingte Nein der bayerischen Staatsregierung zu Weihnachtsmärkten schlägt in die Kurstadt durch. Ein Fünkchen Hoffnung auf Budenzauber am Marktplatz bleibt.
"Der Bad Kissinger Weihnachtstreff wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden", teilt Pro Bad Kissingen mit. Letzten Anstoß zu der Entscheidung gab die Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder zur Verschärfung der Hygienevorschriften am Freitagmittag.
Bis dahin hatte es in Bad Kissingen noch Hoffnungen auf die Ausrichtung des vergleichsweise überschaubaren Weihnachtstreffs gegeben. "Die Realität hat uns eingeholt", heißt es nun in einer Pressemitteilung von Pro Bad Kissingen. "Die Enttäuschung darüber trifft alle, die sich so sehr auf den Lichterglanz und die schönen Momente mit Freunden und Verwandten unter dem Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz gefreut haben", so Klaus Bollwein, Geschäftsführer von Stadtmarketing Pro Bad Kissingen und Wirtschaftsförderer für Handel und Gastronomie in der Innenstadt.
Rückblick auf sorgenvolle Tage
Hinter Wirten, Händlern und dem Team von Pro Bad Kissingen liegen nach dem Schilderungen Bollweins Tage voller Sorgen. "Die exponentiell steigenden Zahlen verhießen nichts Gutes", räumt er ein. Dennoch habe man den schon länger geplanten Aufbau angepackt. "Jede Entscheidung hätte falsch sein können", blickt er auf den Gedankenprozess zurück.
Nicht aufzubauen hätte man bereut, wenn sich die Inzidenzen wieder nach unten bewegt hätten. Nun kam es anders, und zum Frust kommen erschwerend Aufbaukosten von gut 10 000 Euro für Pro Bad Kissingen dazu.
Hinter den Kulissen hatte sich der Verein auf unterschiedliche Szenarien eingestellt. So gab es verschiedene Ansätze für eine mögliche 2G/2G+-Regelung mit Zugangskontrollen für die Besucher. Zum Vorbild habe man sich den Nürnberger Christkindlesmarkt genommen. Geplant war demnach auch, möglicherweise zwei Hütten zur Schaffung sogenannter Gastro-Inseln umzubauen, um so die Einhaltung der Hygienevorschriften zu gewährleisten.
Dahinter standen mehrere Gedanken: "Wir wollten uns bei den Bürgern bedanken, die sich für eine Impfung entschieden haben und damit ihren ganz persönlichen Betrag geleistet haben, dass der Weihnachtsmarkt für diesen Kreis der Besucher hätte stattfinden können", ergänzt Bollwein.
"Verantwortung gegenüber den Mitbürgern"
Die Verantwortlichen und Betreiber der Hütten verweisen aber auch auf die dramatischen Entwicklungen der Corona-Zahlen. " Wir sind uns der Verantwortung gegenüber den Mitbürgern bewusst, denn die Gesundheit der Bevölkerung genießt höchste Priorität", so der Geschäftsführer.
Richtige Entscheidung aus München. Ich weiß nicht, warum Herr Bollwein nach Lösungen sucht um ein Kinderkarusell und 2 Buden aufzulassen. Zu=Zu und da braucht man nicht auf ein Senkung der Zahlen zu warten, um dann die Buden zum Saufen wieder zu öffnen um die Zahlen deswegen wieder in die Höhe steigen zu lassen.