In dem Burkardrother Ortsteil war wettermäßig auch nicht gerade eitel Sonnenschein, aber "solche Weicheier sind wir nicht, wir halten unseren Zug", so eine der Teilnehmerinnen. Und schließlich sollten ja auch rund 140 Portionen Pizza kostenlos unters Volk gebracht werden.
Die "Rhön-Kamelle" hatte Dietmar Luigi aus Oehrberg mit Hilfe von Arno Schlereth im holzbefeuerten Ofen hergestellt.
"Nicht die kleinen Bleche haben wir dazu benützt, sondern die großen "Familienpizzen" mit 60 Zentimetern Durchmesser gebacken und dann portionsweise geteilt, damit wir sie beim Zug verteilen können". Weil die Pizzen alle mit Schinken und Salami gut belegt waren, gab es für Vegetarier oder einfach zum "Nachtisch" noch kleine, frisch gebackene Krapfen. Dass sich solche Köstlichkeiten bis nach Lauter zu die "Frösch" rumgesprochen hatte, war klar und so kam aus Lauter eine größere Gruppe grasgrüner Frösche. Die "Minions" in blau und gelb stellten die größte einheimische Gruppe und fast wäre der Zug dann doch noch ins Wasser gefallen, denn Platzregen wechselte sich mit Starkregen über Oehrberg ab.
Nach gut einer halben Stunde Wartezeit in der alten Schule, die dankbar von allen angenommen wurde, bewegte sich der Gaudiwurm doch noch durchs Dorf. Profitiert haben all jene, die mitmachten, denn die Wolken hielten wirklich für eine gute halbe Stunde dicht - nur die Zuschauer, in der Vergangenheit auch in Oehrberg schon in Zweier- und mancherorts sogar in Dreierreihen stehend, ließen die Faschingsnarren heuer etwas im Stich.
Trotz ungünstiger Wettervorhersage bestand der Zug nicht nur aus Fußgruppen. So hatte es sich die Dorfjugend nicht nehmen lassen, als "Oehrberger Zoo" mit eigenem Festwagen vorzufahren und selbst ein Pony mit kostümierter Reiterin nahm teil. Alle trafen sich abschließend in der alten Schule wieder und wer noch nicht satt war konnte sich bei Kaffee und Kuchen nochmals stärken.