Die Harmonie zwischen Bundeswehr und Stadt gipfelt seit 23 Jahren jeweils in einem Adventskonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim in der Stadtpfarrkirche. Die Soldaten bedanken sich musikalisch bei der Bevölkerung und kooperierenden Behörden. Dieses Mal zeigte die Kammerbesetzung unter Leitung und lockerer Moderation von Hauptfeldwebel Thomas Hümmer-Althöhn ihre Experimentierfreude. Ob mit Tuba-Euphonium-Besetzung, Klarinetten oder Holzbläsern:


Barockmusik und Flötensolo

Die Heeresmusiker boten ein herzerwärmendes Spektrum von Bachs Barockmusik über ein irisches Flötensolo, einen Metallica-Ohrwurm bis zum Medley aus klassischen Weihnachtsliedern. Allerdings büßte die Kammermusik im hallenden Kirchenschiff Intimität ein.
Beim anschließenden Empfang im Bocksbeutelkeller kamen die Gäste ins Gespräch. Stoff dazu bot die Ankündigung von Oberst Axel Grunewald, dass der Bund in den kommenden zehn Jahren für 150 Millionen Euro Gebäude saniert. Im ersten Halbjahr 2017 sollen es fünf Millionen Euro sein, stellte der stellvertretende Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie in Aussicht. Ein sichtbares Zeichen der Erneuerung sei der Abriss der alten Turnhalle. Eine Fülle von Aufgaben die Entwicklung neuer Trainingsprogramme- und -module. Zunehmendes Augenmerk gewinne das konstante Reflektieren darüber, ob man das Richtige zur richtigen Zeit tue. "Beim Infanteriesymposium haben wir auch Mängel aufgezeigt", sagte Grunewald.
Eingespielt habe sich die neue Arbeitszeitrichtlinie. Im Schulungsbetrieb falle dies leichter, als in der Truppe. Allerdings bat der Oberst um Verständnis, wenn Veranstaltungen nicht mehr wie bisher unterstützt werden könnten. Kleiner sei in diesem Jahr der 20. Tag der Infanterie ausgefallen. Kommendes Jahr werde er vielleicht wieder aufgestockt.
Bürgermeister Armin Warmuth lobte den Erfolg der Jubiläumsfeiern 1300-Jahre-Hammelburg. "Daran hat die Bundeswehr ihren Anteil", lobte Warmuth. Die Heeresmusiker hatten das Festwochenende eröffnet. Außerdem gab es ein Fest zur 60-jährigen Präsenz auf dem Lagerberg. dübi