Die städtischen Freizeiteinrichtungen verursachen ein ordentliches Defizit, und deshalb hatte sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, die Gebühren zu erhöhen. Nach dem Freibad waren nun die Eissporthalle und das Hallenbad an der Reihe.

Stadtkämmerer Gerhard Schneider sprach von einer "maßvollen Erhöhung", und das sah der Finanzausschuss genauso, auch wenn Stadtrat Michael Heppes (CSU) zugestand, dass die Erhöhungen manche Bürger doch empfindlich träfen. In Kraft treten sollen die Erhöhungen für Eissporthalle und Hallenbad zum 1. Januar kommenden Jahres.

Für die Eissporthalle heißt das zum Beispiel, dass der Einzeleintritt für Erwachsene ab Stichtag vier statt drei Euro kosten wird, für Schüler zwei statt 1,50 Euro. Kinder bis zu sechs Jahren genießen auch künftig freien Eintritt.

Die Saisonkarte für Erwachsene wird ab 1. Januar 80 statt 60 Euro kosten, die für Schüler 41 statt 31 Euro. Der Preis für die Familienkarte steigt von 125 auf 165 Euro, während die Dutzendkarte für Erwachsene ab Stichtag 40 (bisher 30) Euro kosten soll, jene für Schüler 20 (15) Euro.


Bis sechs Jahre freier Eintritt

Auch für die geplanten Preiserhöhungen für den Besuch des Hallenbades Hallenbad einige Beispiele: Erwachsene zahlen ab 1. 1. 2016 drei statt bisher 2,50 Euro für den Einzeleintritt, Schüler 1,50 statt 1,30 Euro. Kinder bis sechs Jahre und behinderte Minderjährige werden nach wie vor nicht zur Kasse gebeten.

Die Jahreskarte für das Hallenbad wird bei den Erwachsenen von 85 auf 105 Euro steigen, für Schüler von 45 auf 55 Euro. Der Preis für die Familienkarte klettert von 175 auf 210 Euro.

Bleibt zu sagen dass es sich hier um Empfehlungen des Finanzaussschusses an den Stadtrat handelt. Dieser wird die endgültige Entscheidung treffen.

Der St. Elisabeth-Verein Hausen als Träger des Maria-Stern-Kindergartens im Stadtteil hat einen Antrag auf finanzielle Hilfe für den Erwerb eines neuen Spielhauses gestellt. Bei der letzten Sicherheitsbegehung war das bisherige Spielhaus gesperrt worden.

Laut eines vom Kindergarten eingeholten Angebotes für das Außenspielgerät plus Sitzgelegenheiten für die Kleinsten und eine große Sandkastenabdeckung sind 23 120 Euro fällig.

Der Kämmerer schlug vor, diese Maßnahme wie bisher mit zwei Dritteln zu fördern, was einer Summe von 15 413 Euro entspricht. Dem stimmte der Ausschuss unter Vorbehalt des Haushalts 2016 zu.

Auf Wunsch von Grünen-Stadtrat Klaus Werner wurde in den Beschluss noch aufgenommen, dass die Stadt nur das Material bezuschusst, falls Schüler der Berufsschule das Spielhaus bauen. Diese Chance dafür sind aber gering.

Zuvor hatte OB Kay Blankenburg (SPD) noch hinterfragt, ob sich die Stadt die bisherige Zuschusspraxis noch leisten könne, beziehungsweise, ob es sich die Stadt leisten könne, die Träger zu verärgern. Es blieb vorerst bei der bisherigen Praxis, wobei wohl in absehbarer Zeit Zuschussnehmern mitgeteilt werden könnte, dass künftig Veränderungen denkbar sind.