Im Rathaus rauchen die Köpfer über der Frage, wie die Planungen für das Bürgerhaus am Marktplatz zu einem guten Ende geführt werden können. Die Forderung nach einer günstigeren Variante hatte sich beim Bürgerentscheid knapp durchgesetzt. Mitgeschwungen bei der Ablehnung hatte die Gestaltung des Neubaues. Doch wie geht es weiter?

Mit einem vergleichsweise einfachen Umgestaltungsvorschlag wartet Winfried Schmitt auf. "Ich glaube, es ist nicht nötig, viele Veränderungen an der Planung vorzunehmen", lässt er wissen. Der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates hat dem bestehenden Entwurf einfach ein Walmdach verpasst. Seine Theorie: Es gehe hauptsächlich um den Erhalt des Marktplatzensembles. Dazu müsse nur die Fassade geändert werden. Dies gelinge durch Anpassung an bestehenden Dachformen.

Mehr Möglichkeiten zur Kostenoptimierung bezweifelt Schmitt. "Eine neue Planung, die vielleicht bei einem Workshop gewünscht würde, kostet zusätzlich Geld, braucht Monate, und die schon genehmigten Zuschüsse sind futsch", befürchtet der Polier und Bauzeichner. Wichtig sei im Interesse der Barrierefreiheit, das bisherige architektonische Gesamtkonzept zu übernehmen, findet der Rollstuhlfahrer.

Keine Einsparung sieht der Rentner bei Erhalt des bisherigen Gebäudes. Alleine die Sicherung des Bestandes in der Bauphase verursache Unsummen, argumentiert er. Für den weiteren Fortgang mahnt Schmitt Pragmatismus an: "Es reiche, wenn sich ein paar Vertreter der Bürgerinitiative und die Planer der Stadt zusammensetzen und die Sache so schnell wie möglich auf die Reihe kriegen. Denn viele Köche verderben den Brei und kosten Zeit. Zeit ist Geld", ergänzt er abschließend. Wolfgang Dünnebier