Bad Kissingen: Drei Mitarbeiter im Eli positiv getestet

1 Min
Blick auf die Helios-Klinik in Bad Kissingen. Foto: Archiv Isolde Krapf
Blick auf die Helios-Klinik in Bad Kissingen.  Foto: Archiv Isolde Krapf

Wie jetzt bekannt wurde, haben sich in der Helios-Klinik drei Personen aus der Belegschaft mit dem Corona-Virus infiziert. Offenbar ist dies schon ein bis zwei Wochen her.

Es gibt inzwischen auch Fälle von Covid-19-Infektionen im Personal der Bad Kissinger Helios-Klinik. Zwei Pflegekräfte und ein Mitarbeiter aus der Verwaltung wurden dort positiv auf Corona getestet, teilt das St.-Elisabeth-Krankenhaus (Eli) am Dienstag auf eine schriftliche Anfrage dieser Redaktion hin mit. "Diese Fälle und Quarantäne-Maßnahmen sind sieben bis 14 Tage her", heißt es weiter.

Man habe "keine ganzen Abteilungen isolieren" müssen, so die Auskunft der Presseabteilung. Nahestehende Kontaktpersonen seien nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts "identifiziert und nicht mehr eingesetzt" worden. Diese Mitarbeiter seien mittlerweile alle getestet, und die Testergebnisse seien alle negativ.

Aktuell zehn Covid-19-Patienten

Wie bereits berichtet, behandelt die Helios-Klinik auf ihren Isolations- und Intensivstationen seit geraumer Zeit auch Covid-19-Patienten. Aktuell sind dort, nach Angaben des Krankenhauses, zehn dieser Patienten in Behandlung. Bislang seien insgesamt 20 positive Fälle betreut worden, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Hinzu kämen einige "Verdachtsfälle", die ebenfalls isoliert auf einer Station untergebracht sind. Bei den Covid-19-Patienten, die ins St.-Elisabeth-Krankenhaus kommen, handle es sich überwiegend um Personen, die aus dem Landkreis Bad Kissingen stammen. Aber man habe in der Klinik auch schon Patienten von außerhalb des Landkreises stationär aufgenommen.

1#googleAds#100x100

Mund-Nasen-Schutz als Pflicht

Auf die Frage dieser Redaktion hin, ob es sich bei den mit dem Virus infizierten Personen aus der Belegschaft um Personen handelt, die auf diesen mit Covid-19-Patienten belegten Isolier-, beziehungsweise Intensivstationen arbeiteten, oder auf Stationen im "Normalbetrieb", heißt es in der Presseauskunft: "Es handelte sich um Personal, das grundsätzlich Kontakt zu Covid-19 Patienten hatte."

Die derzeitige Regelung am Krankenhaus sehe vor, dass Pflegekräfte, die an Corona Erkrankte betreuen, definitiv nicht auf anderen Stationen eingesetzt würden, um das potenzielle Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, so die Auskunft aus dem Eli.

Was die Schutzausrüstung von Ärzten und Pflegepersonal im Eli angeht, trage "jeder Mitarbeiter (auch aus nicht-medizinischen Bereichen wie zum Beisiel der Verwaltung) vorsorglich einen Mund-Nasen-Schutz". Im direkten Kontakt mit Covid-19-Patienten würden hingegen deutlich höhere Schutzmaßnahmen getroffen, heißt es in der Pressemitteilung der Klinik weiter.

Den Umgang mit Schutzausrüstung trainieren

Das ständige Tragen und Wechseln der Schutzausrüstung sei für die Mitarbeiter eine hohe Belastung. Seit Wochen werde in der Klinik der richtige Umgang mit der Schutzausrüstung trainiert, teilt das Krankenhaus mit. Wie überall in Deutschland oder der Welt gestalte sich die Versorgung mit Schutzausrüstung, vor allem auf Grund von Lieferengpässen und Verzögerungen, schwierig. "Wir sind in Bad Kissingen allerdings aktuell gut aufgestellt", so die Presseabteilung. Bei Engpässen hätten das Landratsamt und der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ihre Unterstützung zugesagt.Isolde Krapf