Es ist jedes Mal spannend, wenn es zu Beginn der neuen Amtsperiode im Kreistag darum geht, wer künftig Landrat Thomas Bold stellvertretend repräsentieren soll. In der konstituierenden Sitzung am Montag war schnell klar, dass die Parteien und Gruppierungen, bezüglich der zu vergebenden drei Stellvertreterposten, auch dieses Mal bereits im Vorfeld ihre Wunsch-Kandidaten untereinander ins Spiel gebracht und versucht hatten, Mehrheiten zu generieren.

So verlief die Wahl des ersten Stellvertreters, dessen Aufwandsentschädigung höher dotiert ist als bei den anderen beiden Kollegen, recht glatt ab. CSU-Fraktionssprecher Siegfried Erhard schlug Emil Müller dafür vor, der das Amt bereits zwölf Jahre lang bekleidet. Müller habe die Erwartungen, die man an ihn stellte, erfüllt. Er sei stets loyal und kurzfristig für Termine verfügbar gewesen, so Erhard weiter. Zudem sei er Sprecher des Kreistags. Bei der geheimen Wahl lief alles gut. 59 Kreistagsmitglieder stimmten ab. Müller bekam letztendlich aber nur 52 Mal ein Ja, denn fünf Stimmen waren ungültig und zwei Personen hatten den Namen Manuela Rottmann auf ihre Zettel geschrieben.

Wer wird 2. Stellvertreter?

Vor 24 Jahren hatte man beschlossen, dass der 2. und 3. Stellvertreter des Landrats gleichberechtigt behandelt werden sollen. Jetzt wurde dies geändert, wie Bold sagte, weil es diesbezüglich in anderen Landkreisen wohl Unstimmigkeiten gegeben habe. Man legte fest, dass der 2. Stellvertreter sozusagen stets verpflichtend einspringen müsse, wenn der 3. den anstehenden Termin gerade nicht wahrnehmen könne. Dies gilt, laut Bold, vor allem in Bezug auf die Sitzungsleitung. Die beiden Landratsrepräsentanten wurden dann, wie üblich, per Handzeichen bestimmt.