Der Flowtrail ist zwar aufgrund der derzeitigen Nässe nicht befahrbar, Eröffnung und Segnung der Anlage wurden dennoch als formeller Akt vorgenommen. Sobald die Strecke abgetrocknet ist, kann sie genutzt werden. Ob die Strecke befahrbar ist, zeigt die kleine "Ampel" an der Informationstafel an. Steht sie auf Grün, dann steht dem Downhill-Spaß nichts im Wege. Informationen gibt es aber auch auf der Facebook-Seite "Flowtrail Kreuzberg in der Rhön".

Viele freiwillige Helfer

Der Flowtrail ist ein Projekt der Kreuzbergallianz, finanziert von der Stadt Bischofsheim. "Entstanden ist diese Sportstätte durch viele freiwillige Helfer, sonst wäre das nicht möglich gewesen", sagte Bischofsheims Bürgermeister Udo Baumann.
Vor etwas mehr als einem Jahr hatten sportbegeisterte junge Männer die Idee, eine Downhillstrecke zu bauen. Klaus Neumann habe ihm die Idee schmackhaft gemacht, zwischen Neustädter Haus und dem Parkplatz am Irenkreuz einen solchen Flowtrail zu errichten. "Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, was ein Flowtrail ist", gestand Baumann. Bislang war er davon ausgegangen, dass es beim Mountainbiken darum gehe, den Berg zu erklimmen. Dass es aber Sportler gibt, die die Herausforderung suchen, sich vom Berg ins Tal zu stürzen, das sei ihm bis zu diesem Zeitpunkt neu gewesen. Die Stadt Bischofsheim biete nun für diesen Trendsport eine Sportstätte, da gerade diese Sportart zunehmend nachgefragt werde. Den großen Vorteil einer offiziellen Flowtrailstrecke sehe er aber auch darin, die Mountainbiker in der Natur zu lenken, so dass sie zugelassene Pfade nutzen.

Nichts für Ungeübte

Viel Eigenleistung und viele Helferstunden waren nötig, um diesen Flowtrail entstehen zu lassen. So mancher Arbeitseinsatz musste an den Wochenenden geleistet werden. "Ich bin stolz, dass wir in der Kreuzbergallianz die wohl längste Flow-trailstrecke Deutschlands haben", sagte Baumann. Allerdings warnte der Bürgermeister auch, denn die Strecke sei für Ungeübte gefährlich zu befahren. Um jedes Hindernis gibt es eine Wegweisung zur Umfahrung. Falls es doch einmal zu einem Unfall komme, sorgen Rettungspunkte, die in Absprache mit der Bergwacht und dem Roten Kreuz festgelegt wurden, für schnelle Rettung.
Ohne Zertifizierung keine Freigabe, diese Prämisse stand für den Bürgermeister stets an oberster Stelle für die neue Sportstätte der Stadt Bischofsheim. Die Strecke mit ihren 53 Hindernissen wurde von einem Sachverständigen abgenommen. "Wir können uns Premium-Flowtrail nennen", sagte Baumann. Und auch künftig werde die Anlage regelmäßig kontrolliert, das übernehme der RWV Haselbach. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits erstellt, damit eine fachliche Kontrolle der Anlage gegeben ist.
Die Segnung des Flowtrails übernahm Pater Augustin Pa-rambakathu. Er bat darum, dass es zu keinen Unfällen komme, dass Gott stets seine schützende Hand über alle Mountainbiker halte, denn der Sport solle Vergnügen bereiten und der Gesundheit guttun.
Klaus Neumann erklärte das Ampel-System und übergab an Markus Neumann den Schlüssel, der die Ampel von Rot auf Grün stellte. Die Taufe habe mittels des Regens nun ja bestens funktioniert, alle Gäste waren ordentlich nass, nun könne es ja nur besser werden. Aufgrund der Nässe konnte die Anlage aber nicht befahren werden, es gab lediglich einige Probeläufe über den oberen Streckenteil. "Die Hälfte der Strecke ist bodenlos nass, das würden wir nur kaputt machen", erklärte Markus Neumann.