Weit heruntergebrannt ist inzwischen die Symbolkerze des Frauenbundes Oberleichtersbach, die in jedem gemeinsamen Gottesdienst angezündet wurde. Hieran lassen sich die vielen Jahre erkennen, in denen die Frauen zu Andachten und kirchlichen Themen zusammengekommen sind. Mit einer würdevollen und gefühlsstarken Andacht geht diese Ära nun zu Ende.

"Wir freuen uns über die Gaben, die wir in die Gesellschaft einbringen konnten und nehmen nun gemeinsam Abschied von dieser wunderbaren Zeit", eröffnete Claudia Annon als Mitglied des Vorstands und zugleich Gemeindereferentin den Dankgottesdienst.

Mit einem Rückblick auf 38 Jahre, in denen der Frauenbund Oberleichtersbach lebendig die Frauen der Großgemeinde unterstützte und prägte wurden viele Dankesworte an alle Unterstützer und Mitglieder gesprochen. "Wir haben nicht einfach nur die Hände in den Schoß gelegt, wir haben vieles unternommen und organisiert." Der Frauenbund geht in seinem Wirken speziell auf Frauen ein, bietet ein breites Bildungsprogramm sowie praktische Unterstützung und Hilfen in schwierigen Lebenslagen. Er steht für politischen und kirchlichen Austausch ebenso wie für Information in positiver Gemeinschaft und vor allem für Zusammenhalt.

Gründung 1983

Die Frauen der Großgemeinde haben sich im Jahr 1983 zur Gründung des Zweigvereins zusammengetan und seither das christliche Menschenbild der Gemeinde geprägt. Lange wurde nach Nachfolgerinnen für die Mitglieder des Vorstands gesucht. Trotz zahlreicher Bemühungen konnte ein neues Team jedoch nicht gefunden werden.

Sich besinnen, den Blick auf die Welt richten, Bedürfnisse erkennen und darauf reagieren, das ist das Bestreben des Frauenbundes. So wurden Liturgiezeiten geschaffen, Besinnungstage und Auszeiten, das Friedensgebet, die Weltgebetskette und zahlreiche Bildungsveranstaltungen zu christlichen und gesundheitlichen Themen organisiert. Zur lebendigen Gemeinschaft gehörten auch Besuche von Theateraufführungen, Festspielen, Musicals und Konzerten. Es wurden caritative Aktionen unterstützt und gefördert wie Altkleidersammlungen für Brasilien, eine Ostereieraktion zur Äthiopienhilfe und Plätzchenverkauf für Missionsschwestern.

Jede hatte ihre Aufgabe

Die Organisatorinnen Reinhilde Beck, Marianne Hahn, Claudia Annon und Elke Breitenbach dankten herzlich ihren Vorstandskolleginnen für ihre Initiative und ihr Engagement über so viele gemeinsame Jahre. Gertrud Büchner, Sophia Schmitt und Thekla Fischer waren für ihre Gemeindeteile als Ortsbeauftragte im Einsatz, informierten mit Flyern und Zeitungen, waren Ansprechpartnerinnen und organisierten Veranstaltungen.

Monika Müller übernahm diese Position in ihrem Ortsteil wie auch die Organisation von Bildungsangeboten gemeinschaftlich mit Tilly Eigerdt, die sich wiederum auch um notwendige Einkäufe kümmerte. Gertrud Heil als Breitenbachs Ortsbeauftragte nahm sich zusammen mit Elke Breitenbach dem Thema "Kultur und Geselligkeit" an.

Christine Schumm würdigte Jubiläen der Mitglieder, Irma Weller führte als Schriftführerin zuverlässig Protokolle und den nötigen Schriftverkehr.

Waltraud Mack, die als Mitglied der ersten Stunde Herzstück des Bundes war, zeigte sich als Kassiererin verantwortlich für die Finanzen und richtete gemeinsam mit Edith Muth karitative Veranstaltungen aus.

Reinhilde Beck war seit 1990 2. Vorsitzende und leistete einen wesentlichen Beitrag, der diese Größe des Frauenbundes überhaupt erst möglich machte. Mit Marianne Hahn, die mit ihrem Beitritt sofort in das Team des Vorstands einstieg, griff sie viele liturgische Themen auf und organisierte Informationsveranstaltungen. Hahn bereicherte immer mit lebendigen Ideen und viel Initiative. Claudia Annon war seit 2013 geistige Beirätin. Sie gestaltete Gottesdienste, liturgische Veranstaltungen, war wenn nötig Krisenmanagerin und arrangierte in den Pandemiemonaten Online-Konferenzen.

Ein großer Dank wurde auch den ehemaligen Vorstandmitgliedern Birgit Klug, Christel Keßler und Gertrud Fischer ausgesprochen, ebenso Pfarrer Armin Haas. Mit den Worten "Das waren wir und sind wir und bleiben in unseren Gedanken immer verbunden", endete die Zusammenkunft des Frauenbundes. Die gemeinsame Kerze jedoch wird noch lange in der Kirche leuchten und an die vielen positiven Taten erinnern.