Eine bleibt in Münnerstadt, die andere hat Feuerwehrvorstand Andreas Schlembach von der Kleinwenkheimer Wehr abgeholt. Prinzipiell können sie aber überall eingesetzt werden, sagt Münnerstadts Kommandant Robert Müller. "Alles was man dafür braucht, ist eine Zwölf-Volt-Steckdose." Und die gibt es eigentlich in jedem Auto. Die Warnanlagen sind magnetisch und werden einfach auf das Dach eines beliebigen Fahrzeugs gestellt.

Sie sind flexibel einsetzbar, können einerseits als Sirene eingesetzt werden (Feueralarm, Katastrophenalarm etc), es sind aber auch vorgesprochene Texte gespeichert, die beispielsweise bei verschmutztem Trinkwasser oder einem Bombenfund einfach abgespielt werden können. Außerdem ist es möglich, Texte aufzuzeichnen und direkte Durchsagen zu tätigen.

"Die Idee, solche Warnanlagen anzuschaffen, ist nach einem Wasserrohrbruch entstanden", sagt Bürgermeister Michael Kastl. Vor einiger Zeit hatte es nahe Kleinwenkheim einen Schaden an einer Wasserleitung gegeben, wodurch Großwenkheim von der Wasserversorgung abgeschnitten war. Die ganze Zeit seien Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, um die Bürger über den Ausfall zu informieren und darüber, wo sie Trinkwasser beziehen können. Bei einem Katastrophenfall beispielsweise werden die Feuerwehrmänner und -frauen aber an wichtigerer Stelle gebraucht, so der Rathauschef. Die mobilen Warnanlagen können auch beispielsweise auf städtische Fahrzeuge montiert werden, was das Team sofort am Dienstwagen von Bauhofleiter Stefan Sluzar ausprobierte. Ein Test zeigte, dass die Warnanlagen wirklich gut zu hören sind.