Mit der Bemerkung "es ist schön, dass wir uns nach Corona endlich mal wieder treffen können", eröffnete Vorsitzender Knut Bieber die Hauptversammlung des Obst-und Gartenbauvereins Poppenlauer. Ruth Geyer hatte als Vertreterin des Kreisverbandes die Ehrenurkunden für zwei langjährige Mitglieder mitgebracht. 40 Jahre ist Karl-Heinz Bartenstein dabei, 25 Jahre Dieter Sensenstein. Sie bekamen für ihre langjährige Treue Urkunden und goldene bzw. silberne Ehrennadeln.

In seinem kurzen Bericht erwähnte Bieber, dass der im Jahr 1878 gegründete Verein zurzeit 47 Mitglieder hat. Die Corona-Pandemie ging am Verein nicht spurlos vorüber. So fiel 2020 unter anderem das Erntedankfest aus. Letztes Jahr konnte kein Obst gepresst werden, da keines vorhanden war. Doch dieses Jahr läuft die vereinseigene Mostpresse wieder jeden Samstag, zumal es 2021 viele Äpfel und Birnen gibt. Knut Bieber meint, dass noch bis Ende November die Presse laufen wird. Doch insgesamt sei das Interesse, Most aus eigenen Äpfeln und Birnen zu pressen, nicht mehr so groß wie früher.

Schriftführerin Angelika Hofer erwähnte in ihrem Bericht, dass die Hauptversammlung 2020 ausfallen musste. Das Vereinsheim sei von außen in einem "katastrophalen Zustand" und müsse dringend hergerichtet werden. Von der Gemeinde sei ein Zuschuss von 2,5 Prozent zu erwarten. Aus finanziellen Gründen müsse viel Eigenarbeit geleistet werden, wenn der Verein das Haus saniert, betonte dazu Knut Bieber.

Kassiererin Sabine Bieber meinte, in der Kasse sei wegen der Corona-Pandemie "nicht viel gelaufen". 2019 fand das Erntedankfest noch statt, 2020 fiel es aber aus. Dieses Jahr soll es am 17. Oktober wieder in gewohntem Rahmen stattfinden. Es gibt Zwiebelplootz und Federweißen, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Steaks und eventuell ein Mittagessen.

Ruth Geyer referierte über die Möglichkeit, den eigenen Garten als "Naturgarten" zertifizieren zu lassen. In einem solchen Garten dürfen keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, auf chemisch-synthetischen Dünger oder auf Torf muss verzichtet werden. Der Garten muss im Gesamteindruck "hohe ökologische Vielfalt" bieten. Ein Zierrasen, der intensive Pflege, Düngung und Bewässerung erfordert, wird von der Jury nicht positiv bewertet. Das Sammeln von Regenwasser, einen Komposthaufen, Unterkünfte für Insekten und Igel, Spontan-Vegetation und Naturhecken nannte Geyer als Kriterien. Für sie ist ein Naturgarten ein "geordnetes Chaos".