"Es macht Spaß", sagen die Kinder und "cool" sind die neuen Spielgeräte auch. "Wir waren jeden Tag da und haben beim Aufbau zugeschaut", sagt Hanna. Nun endlich konnten die Kinder die neuen Geräte in Besitz nehmen. Eigentlich sollte mit dem Aufbau schon früher begonnen werden, aber weil der Boden wegen des vielen Regens in den letzten Wochen völlig aufgeweicht war, haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs noch etwas gewartet. Sonst hätten sie mit den schweren Fahrzeugen alles zerfahren.

Aber die neuen Spielgeräte sind nur eine Zwischenlösung, genauso wie die Schaukelgruppe, die Bürgermeister Michael Kastl (CSU) vor einem Jahr aufstellen ließ. Denn zwischen Jörgentor und Skaterplatz soll ein Freizeitpark entstehen. "Die Planung läuft, derzeit stimmen wir uns mit dem Wasserwirtschaftsamt ab", sagt der Bürgermeister. Dabei geht es hauptsächlich um den geplanten Wasserspielplatz und das Multifunktionsspielfeld, das neben dem Skaterplatz und damit im Überschwemmungsgebiet entstehen soll.

Wenn das Wasserwirtschaftsamt zustimmt geht die Rahmenplanung an die Regierung von Unterfranken, die eine solche fordert, erläutert Michael Kastl. Wenn dann aus Würzburg das Okay kommt, geht es in die Detailplanung, die an ein Büro vergeben wird.

Aber das alles kostet Zeit. An den Spielgeräten im Jörgentorpark hatte der Zahn der Zeit genagt, einige mussten aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Der Blick richtete sich auf die erwartete Umgestaltung zum Freizeitpark, in dem natürlich ein attraktiver Spielplatz enthalten ist. Ein Arbeitskreis aber auch die Bürgerbefragung kamen zu dem Schluss, man sollte lieber etwas Gescheites machen als halbe Sachen, auch wenn etwas noch dauert, sagt der Bürgermeister

Nachdem bereits im letzten Jahr auf Initiative des Bürgermeisters eine dreiteilige Schaukelkombination aufgestellt worden war, ging es nun darum, welche Geräte nun zusätzlich kommen. So bildete sich eine Arbeitsgruppe, in der neben dem Bürgermeister und dem Jugendreferenten Adrian Bier (PARTEI) weitere Stadträte mitarbeiteten. Adria Bier verweist auf die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen. "In der aktuellen Situation nist es wichtig, dass ein attraktiver Spielplatz vorhanden ist", sagt er. Der Jugendreferent hat sich dafür stark gemacht, dass eine Drehscheibe dabei ist, an den die Kinder ganz schnell Gefallen fanden.

Die eigentliche Umgestaltung des Parks steht aber noch aus. "Deshalb haben wir Geräte gekauft, die man auch wieder abbauen und auf einem anderen Spielplatz aufbauen kann" sagt Michael Kastl. Er glaubt nicht, dass die Geräte bleiben können. "Der Rahmenplan sieht vor, dass es ein ganz neuer und einzigartiger Spielplatz wird." Denn der könne ausnahmsweise gefördert werden, normalerweise gibt es bei Spielplätzen keinen Zuschuss vom Staat.

Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag, 21. Juni, wird die Rahmenplanung öffentlich vorgestellt.