Draußen vor der Talkirche harrten am Sonntag vier Mitglieder des Vereins "Menschen für Tierrechte" im strömenden Regen aus, um mit zwei Plakaten ("Heiliger Hubertus - Schutzpatron der Wildtiere und nicht der Jäger" stand auf dem einen, "Du sollst nicht töten" auf dem anderen) wie gewohnt gegen die Hubertusmesse zu protestieren, die drinnen stattfand. Sonderlich ernst genommen wurden sie allerdings nicht.
Hubert Holzheimer kommentierte nur, "die gehören fast schon zur Einrichtung". Pater Gregor Hohmann, der erstmals die Messe zelebrierte, erinnerte an den religiösen Bezug der Hubertusvereine, der auf den heiligen Bischof von Lüttich (um 655-727) zurückgeht. "Denen, die etwas anderes darunter verstehen, sei gesagt, dass es sich bei den Jägern nicht um Schießwütige handelt, die Rehe oder Hasen abknallen wollen, sondern um Menschen, die die Natur hegen und pflegen", hob der Prior des Klosters St. Michael hervor.