Münnerstadts Bürgermeister ist der neue Mann an der Spitze des Fördervereins Maria Bildhausen. Er tritt die Nachfolge seines Vorgängers, Helmut Blank an. Dieser übernimmt das Amt des Kassenprüfers. Die Neuwahl des Vorstands ging zügig über die Bühne, da die Personen bereits vorab ihre Zustimmung zur Wahl gegeben hatte.

Nach dem Protokoll der Versammlung im Jahr 2019 durch Bernhard Hergenhan gab der bisherige Vorsitzende Helmut Blank seinen Rückblick auf die vergangenen Jahre. 2014 sei es gewesen, dass der damalige Vorsitzende Hebert Neder ihn gebeten hatte den Vorsitz kurzzeitig zu übernehmen, da er aus Krankheitsgründen kürzer treten musste. Nach dem Tod Neders sei er dann zum Nachfolger gewählt worden. In seine Zeit fiel unter anderem der Brand des "Bäuleins", bedingt durch einen technischen Defekt. Enormer Schaden sei hier entstanden. Heute ist das Bäulein aber wieder grundlegend instandgesetzt. Helmut Blank erwähnte die Einführung des Bürgerbusses und den Snoezelen Raum.

Gutes Miteinander

An Pfarrer Albin Lieblein und Pater Scheer erinnerte er, die bei den Vorstandssitzungen dabei waren und auch bei der Jahresversammlung immer das "Geistliche Wort" übernommen hatten. Der scheidende Vorsitzende erinnerte an viele Konzerte und Aktivitäten in Maria Bildhausen, so auch das Herbert-Neder Schafkopfturnier.

Ein gutes Miteinander gebe es mit dem Dominikus Ringeisenwerk und dem Gesamtleiter Rainer Waldvogel, sowie dessen Stellvertreter und Mitarbeiter. Einen Dank sagte Helmut Blank den vielen Spendern, womit viel Gutes für die Einrichtung und die hier lebenden behinderten Menschen getan werden konnte. Eineen guten Kontakt gebe ess zu den politischen Mandatsträgern. Lobende Worte gab es für den Vorstand und das gute Miteinander.

Sein Wunsch an Bürgermeister Michael Kastl, dass alles im Sinne des Fördervereins gut weiter geht. Er selbst stehe immer zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Erfreulich nannte Helmut Blank die Bayerischen Akademie. Das sei letztendlich auch für Münnerstadt überaus positiv zu bewerten. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang Landtagspräsidenten Barbara Stamm, die sich für Maria Bildhausen engagiert. Der scheidende Vorsitzende Helmut Blank: "Es war mir eine Ehre für den Förderverein zu arbeiten und ich werde ihm auch weiterhin treu zur Seite stehen."

Dem Kassenbericht von Michaela Wedemann folgte durch Norbert Brüger das Lob der Kassenprüfer. "Alles war einwandfrei, die Kasse ist hervorragend geführt und alle Belege waren ordnungsgemäß gebucht." Damit konnte Schatzmeisterin und der gesamte Vorstand entlastet werden. Ein Dankeschön galt dabei Norbert Brüger, der nach vielen Jahren aus diesem Ehrenamt ausscheidet. Er erhielt ein Präsent.

Die Neuwahl ergab dann folgendes Ergebnis: Vorsitzender wird Bürgermeister Michael Kastl, sein Stellvertreter bleibt Elmar Euring. Schriftführer: Bernhard Hergenhan, Schatzmeisterin: Michaela Wedemann. Beisitzer sind: Lukas Gessner, Hans Jürgen Katzenberger, Pater Gottfried Scheer, sowie Elfriede und Hans Hohn. Kassenprüfer: Helga Schleier und Helmut Blank.

Aktuelles zum Dominikus Ringeisenwerk gab es dann von Gesamtleiter Rainer Waldvogel. Er erwähnte neue Wohnhäuser, die im November mit zwölf Klienten belegt werden. Die kirchliche Segnung ist für den 4. November angedacht. Sogenannte Kleinsthäuser soll es geben, die darum herum angeordnet werden. Dies alles ist aus Spenden finanziert. Der Umbau der Häuser "Barbara" und "Martin" ist mit einem Kostenaufwand von rund sechs Millionen Euro veranschlagt. Hierzu gibt es aber Zuschüsse durch die Regierung von Unterfranken und vom Land Bayern.

Das aktuelle Problem, sei die Knappheit von Baumaterialien, bedingt durch die Pandemie. Informiert hat Rainer Waldvogel über die Bayerische Akademie, die Mittel- Ober- und Unterfranken abdecken soll. Dazu finden zur Zeit die entsprechende Untersuchungen der geplanten Gebäude und die Finanzierung statt. Im Vordergrund steht zur Zeit die Pflege, da rund 70 Prozent zu Hause gepflegt werden. Hier soll die neue Akademie für Pflegende auch für die Pflegekräfte Unterstützung bringen. Sie können nämlich mit ihren Familienangehörigen in Maria Bildhausen wohnen. Die notwendigen finanziellen Mittel kommen vom Freistaat Bayern, vom Bund und auch aus der Städtebauförderung. Auch die Krankenkassen soll mit ins Boot genommen werden.

Bürgermeister Michael Kastl dankte für die Ausführungen des Gesamtleiters und meinte, dass man weiter an dem Projekt mitarbeite. Informationen gab es noch zu geplanten Vorhaben, die allerdings erst 2022 realisiert werden. Dazu gehört das Herbert-Neder Schafkopfturnier und ein Konzert mit der Gruppe Jericho. Ein "Volltreffer" sei der "Bildhäuser Strand" am Bäulein gewesen. Angedacht ist ein Fahrradtaxi, mit dem man unter anderem in das nahe gelegene Großwenkheim zum Einkaufen fahren kann. "Wie das genau wird, ist allerdings noch nicht spruchreif."

Angesprochen wurde in der Diskussion das Finanzpolster des Fördervereins mit rund 40 000 Euro. Das Geld sollte nicht auf die hohe Kante gelegt, sondern für die Bedürfnisse der behinderten Heimbewohner verwendet werden. Das sei auch der Fall, allerdings könne nicht alles einfach gefördert werden. Dafür gebe es genaue Vorgaben in der Satzung.