Bürgermeister Fridolin Zehner und Klaus Markert, der Kommunalbeauftragte der Telekom in Schweinfurt, unterzeichneten einen Vertrag. Die Gemeinde hatte den Ausbau des Netzes ausgeschrieben, die Telekom hatte das günstigste Angebot eingereicht und bekam den Zuschlag. Die Kosten belaufen sich auf etwa 90 000 Euro. Aus einem Förderprogramm der Staatsregierung bekommt die Gemeinde knapp 67 000 Euro. Der Rest von rund 23 000 Euro muss aus der Gemeindekasse aufgebracht werden.


Planungen starten im Winter

Im Winter wird nun geplant, wie die Trassen für rund zwei Kilometer moderne Glasfaserleitungen verlegt werden müssen. Dies wird zwischen der Gemeinde und der Telekom festgelegt. Dann steigt die Telekom in die Feinplanung ein, beantragt die notwendigen Baugenehmigungen, wählt eine Tiefbau-Firma aus und bestellt das notwendige Material. Außerdem werden zwei Multifunktionsgehäuse (MFG), das heißt Schaltschränke, neu aufgestellt oder mit neuer Technik versehen. In der Mitte des nächsten Jahres, erklärte Klaus Markert, sollen die schnellen Internetanschlüsse dann zur Verfügung stehen.


Wichtiger Standortfaktor

Bürgermeister Fridolin Zehner sagte, dass ein schnelles Internet für Familien, Arbeitnehmer mit einem Home Office, Selbstständige und Unternehmen enorme Vorteile bringe und deshalb ein wichtiger Standortvorteil für die Gemeinde sei. Ein schnelles Internet wirke sich außerdem auch positiv auf den Wert einer Immobilie aus.

VDSL ist eine moderne Breitband-Technologie. Sie nutzt für die Datenübertragung eine Kombination aus Kupfer-und Glasfaserleitungen. Es unterscheidet sich von DSL durch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL werden zurzeit 50 Megabit pro Sekunde erreicht. Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse. Dort werden die Lichtsignale in elektronische Signale gewandelt.