Wie wird die Mehrzweckhalle, die bekanntlich saniert werden soll, in Zukunft geheizt? Dieser Punkt stand auf der Tagesordnung des Rannunger Gemeinderates. In einem Schreiben des beauftragten Planungsbüros Wehner werden drei mögliche Varianten für die Heizung genannt: ein Flüssiggaskessel mit Solareinbindung (88.450 Euro Kosten, mögliche Förderung 40 Prozent), eine Pelletanlage (182.375 Euro, 50 Prozent) und eine Hackschnitzelanlage (205.375 Euro, 50 Prozent).

Kritik an der Planung

Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) wies darauf hin, dass die einzelnen Heizungsanlagen einen sehr unterschiedlichen Platzbedarf haben. "Ich halte das Schreiben nicht für geeignet, eine Entscheidung zu treffen. Die Planung ging voll an uns vorbei", kritisierte Gemeinderat Josef Holzheimer (CSU/FW). Es gebe auch Anlagen, in den sowohl Hackschnitzel als auch Pellets verwendet werden könnten. Die Gemeinde habe viel Wald und könne deshalb mit eigenem Heizmaterial arbeiten. Er schlug vor, vor einer Detailplanung und Entscheidung Heizanlagen für Hallen in der Umgebung zu besichtigen. Der Punkt wurde schließlich vertagt. Das Planungsbüro soll in einer kommenden Sitzung Rede und Antwort stehen.

Baumallee vorgeschlagen

Geht es nach dem früheren Gemeinderat und 2. Bürgermeister, Werner Keller, dann wird der etwa 250 Meter lange Mühlweg am Nordrand der Gemeinde zur Baumallee. Er schlägt vor, dort die "Bäume des Jahres" zwischen 2000 und 2020 zu pflanzen. Das Spektrum würde damit von der Sand-Birke (2000) über die Wald-Kiefer (2007) bis zum Wild-Apfel (2013) und der Gewöhnlichen Robinie (2020) reichen. Keller weist in einem Brief an die Gemeinderäte darauf hin, dass sich ein etwa fünf Meter breiter Randstreifen an diesem Weg, der sich durchgehend im Gemeindeeigentum befindet und im Landschaftsplan bereits als Baumallee eingetragen ist, sich dafür anbietet. Die Bewirtschaftung der Äcker werde dadurch nicht beeinträchtigt. Die Flächen zwischen den Bäumen würden sich als Blühflächen anbieten und damit ein Rückzugsgebiet für Insekten werden.

Keller schreibt in seinem Brief, mittelfristig könne dadurch eine Grünachse, beginnend vom Friedhof bis in den Maßberg, entstehen. Die Auswirkungen von Kleinklima, Bodenerosion und Artenvielfalt wären ebenfalls von Vorteil. Die Bäume des Jahres bis 2020 könnten in einer Frühjahrs-Pflanzaktion gemeinsam angepflanzt werden. Sie sollten Schilder mit den Namen und einigen Besonderheiten des jeweiligen Jahresbaumes bekommen.

Naturschützer begrüßen Projekt

In den Folgejahren könnte der jeweilige Jahresbaum im Rahmen einer kleinen Zeremonie gepflanzt werden. Privatpersonen könnten als Baumpate oder Spender eines Jahresbaumes gewonnen werden. Werner Kenner nennt in seinem Brief auch ein Anschauungsobjekt: Entlang des Fahrradweges zwischen Pfändhausen und Hambach ist auf Hambacher Gebiet bereits eine Allee mit Jahresbäumen angelegt. Bei den Pflanzenaktionen würden sich Mitglieder der Ortsgruppe des Bund Naturschutz mit einbringen und, wenn gewünscht, auch gepflanzt Aktionen durchführen, schreibt Werner Keller. "Seitens des Naturschutzes wird das Projekt sehr begrüßt", heißt es in der Beschlussvorlage, für den Gemeinderat. Einen Finanzierungsvorschlag gibt es auch: Das Projekt könnte im Rahmen des Regionalbudgets oder über das Programm "Flur - Natur" gefördert werden.

Gemeinderat Dominik Wolf (CSU/FW) wies darauf hin, dass es an verschiedenen Stellen im Dorf schon unterschiedliche Bäume gebe. Diese könnte man mit Schildern versehen. Dieser Tagesordnungspunkt wurde vertagt, soll aber weiterverfolgt werden.