In Maßbach ist das Freibad heuer auch in der kalten Jahreszeit gut besucht. Bauarbeiter und Helfer arbeiten daran, dass es bald in neuem Glanz erstrahlt.
Die Arbeiten am Freibad gehen zügig voran. Die Gebäudehülle ist saniert, der Anbau steht. Die Dachlatten sind montiert und der südliche Teil hat bereits ein Blechdach. "Wir sind schon relativ weit", sagt Bürgermeister Matthias Klement. Maßgeblichen Anteil am aktuellen Baufortschritt hat in seinen Augen der Förderverein des Schwimmbads. Die Mitglieder seien unablässig am Werkeln gewesen.
Ein Großteil des alten Versorgungsgebäudes war im vergangenen Herbst abgebrochen worden. Mit dem neuen Gebäudeteil wird sich nun auch die Innenstruktur der Räume ändern. Damit wird man vor allem den Umkleidekabinen ein neues Gesicht geben, denn sie sollen, wie so manches Andere, auf den neusten Stand gebracht werden. Unter anderem werden dort jetzt auch Warmwasser-Duschen installiert und es wird eine Toilette für Menschen mit Handicap vorgesehen.
Attraktiver Eingangsbereich
Nach mehr als 50 Jahren ist die Runderneuerung der Maßbacher Freizeitanlage kein Luxus. Zwar wurde das Bad Anfang der 1990er schon einmal generalsaniert, aber der Zahn der Zeit nagte auch in den vergangenen 25 Jahren unerbittlich weiter. Wenn alles fertig ist, steht etwa doppelt so viel an Fläche zur Verfügung. Damit können Geräte und Kiosk-Zubehör angemessen gelagert werden. Apropos Kiosk: Auch der soll wesentlich größer werden, so dass er Besuchern, die den neuen Eingangsbereich betreten, gleich ins Auge fällt.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden jetzt die Estricharbeiten vergeben. Wann genau man wieder an dem Rohbau an der Centleite arbeiten wird, ist laut Klement in erster Linie wetterabhängig. Innen muss zum Beispiel nun die Elektrik geprüft und teilerneuert werden. Es stehen aber auch noch Maurerarbeiten an und das Dach muss fertig gedeckt werden. Schließlich wird der Estrich aufgetragen werden, allerdings müssen die Temperaturen dann schon im Plusbereich liegen.
Mit den für die Generalsanierung des Gebäudes anfangs veranschlagten Kosten von rund 125 000 Euro wird man in etwa hinkommen, glaubt Klement. Sicher auch deshalb, weil sich die Mitglieder des Fördervereins für ihr heiß geliebtes Freibad mächtig ins Zeug legen. Bereits im Vorfeld der Sanierung hätten sie Geld gesammelt und dies nun der Kommune zur Verfügung gestellt, sagt der Bürgermeister. Gerade weil die Freibadfreude viel helfen, will Klement auch hier und da mal ein Zugeständnis machen: Es sei nämlich der ein oder andere Wunsch an ihn herangetragen worden, sagt er. Dazu wolle er nicht nein sagen. Deshalb könnten die Kosten vielleicht doch noch leicht steigen.
Die Schwimmbadfreunde legten fleißig selbst Hand mit an, erzählt Klement. Als zum Beispiel im November die Dachbalken für das Gebäude gestrichen werden mussten, waren täglich drei bis vier Leute fürs Streichen zur Stelle. Momentan werden Bäume und Büsche auf dem Freibadgelände geschnitten oder gefällt. Zudem stehen noch Arbeiten am Zaun an. Der Bürgermeister denkt, dass im Frühjahr alles soweit fertig ist, dass der Badebetrieb ganz normal im Mai starten kann.
Weicher Standortfaktor
Dann wird dort vermutlich erstmal die Hölle los sein - denn natürlich sind viele, die das Bad regelmäßig besuchen, jetzt schon neugierig auf die Neuerungen, die sie vorfinden werden. Und schließlich kommen etliche Gäste auch von auswärts: Die Anlage ist weit über die Region hinaus bekannt.
In Klements Augen ist das Freibad für die Kommune sehr wichtig. Es ist ein vorzeigbarer "weicher" Standortfaktor, mit dem man vor allem bei Familien mit Kindern punkten kann. Diesen Aspekt sollte man laut Klement nicht unterschätzen. Er könnte zum Beispiel eine Rolle spielen, wenn sich eine junge Familie neu ansiedeln will. Aber das Freibad ist für Familien auch ein Argument, nicht wegzuziehen.
Mit dem jetzigen Umbau ist es jedoch nicht getan: Im Jahr 2018 sollen Schwimmbecken und die Grünanlagen auf den Prüfstand stehen.
Isolde Krapf