Im alten BBZ-Gebäude herrscht nun wieder schulischer Trubel, denn die Montessorischule Rhön-Saale hat hier eine neue Heimat gefunden. Gemütlich fläzen sich Ella, Emil, Lenny, Paul und Niklas auf das große Sofa im Freiarbeitsraum der neunten und zehnten Klassen. "Das ist das Coolste am neuen Schulgebäude", sagt Lenny, "dass wir Platz für solche Freiarbeitsräume haben und uns treffen können". Was die Fünf noch ein bisschen aus Sandberg vermissen, ist die große Grünfläche, auf der sie immer die Pausen verbringen konnten. Ansonsten sind sie schon recht zufrieden mit ihrem neuen Schulhaus in Münnerstadt, in das sie im September eingezogen sind.

Viel Erleichterung und Dankbarkeit

Bei der Einweihungsfeier des neuen Schulgebäudes der Montessorischule Rhön-Saale schwingt viel Erleichterung und Dankbarkeit mit. Erleichterung, dass der Umzug endlich mit vereinten Kräften geschafft ist, und Dankbarkeit, dass es soviel vereinte Kräfte gab. Die gesamten Sommerferien über haben Lehrkräfte, Förderverein, Eltern, Omas und Opas und viele weitere Engagierte dafür gepackt, geschleppt, getüftelt, organisiert und wieder eingerichtet, damit die Schülerinnen und Schüler der Montessorischule pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres in die Räumlichkeiten des alten Berufsbildungszentrums (BBZ) in Münnerstadt einziehen konnten. Dafür dankten die Vertreterinnen und Vertreter von Schulleitung, Förderverein und Elternbeirat.

Pausenhof schöner gestalten

"Nach zwei Jahren mit Überlegungen, Planungen und Vorbereitungen sind wir jetzt froh, angekommen zu sein", sagt Schulleiterin Janine Gutbier: "Zwar gibt es noch ein paar Kisten auszuräumen, aber der Alltag läuft, und wir haben uns gut eingelebt." Ein Projekt, das noch auf Umsetzung wartet, ist der Pausenhof, der noch ein bisschen schöner gestaltet werden soll - das wird die Fünf auf dem Sofa freuen. Auch der neue Schulweg hat sich eingespielt, bei vielen Kindern ist er zwar länger als früher, aber die Busverbindungen sind gut.

Die Schulleitung ist auch für die Unterstützung durch die Stadt Münnerstadt dankbar. Bürgermeister Michael Kastl (CSU) freut es, dass die Montessorischule nach Münnerstadt gekommen ist und dem alten BBZ-Gebäude neues Leben eingehaucht hat: "Am Anfang gab es ja noch viele Fragezeichen, aber wir haben gemeinsam die Schwachstellen sukzessive überwunden." Er zollte Schule, Verein und Eltern großen Respekt für ihre Arbeit. "Da habe ich nur gestaunt, wie Sie den Umzug gemeistert haben."

Dauerlösung denkbar

Sandra Frischke, 1. Vorsitzende des Fördervereins, ist erleichtert, dass sich die Schülerzahlen stabilisiert haben und die Schule nicht mehr zu kämpfen hat: "Als bekannt wurde, dass wir wohl nicht in Sandberg bleiben können, waren viele Eltern verunsichert, und es gab einige Abmeldungen. Jetzt haben wir mit dem Umzug zum Glück neue Schülerinnen und Schüler dazubekommen." In den weitläufigen neuen Schulgebäude gäbe es keine Platzprobleme, und es könnten noch mehr Kinder aufgenommen werden. Auch die zwölfjährige Katharina Kreuzer ist dieses Schuljahr frisch dazu gekommen. Sie gestaltete die Einweihungsfeier mit zwei beeindruckenden Stücken auf dem Cello.

Und wird die Montessorischule hier bleiben? "Das ist offen", sagt Sandra Frischke, "die Neubauplanungen haben während des Umzugs geruht, und jetzt müssen wir die Alternativen prüfen." Die Stadt habe bereits signalisiert, dass sie sich dieses Gebäude auch als Dauerlösung für die Schule vorstellen könne.

Tag des offenen Klassenzimmers

Am 22. Januar 2022 findet der Tag des offenen Klassenzimmers für interessierte Kinder und Eltern an der Montessorischule Rhön-Saale statt, Schützenstraße 32 Münnerstadt.