Vor zwei Jahren hatte Ortsreferent Fabian Nöth (Neue Wege) zwei Bänke hergerichtet und eine in der Reichenbacher Ortsmitte Richtung Münnerstadt, die andere in der Reichenbacher Straße in Münnerstadt aufgestellt. Dort können Leute Platz nehmen, die in den jeweils anderen Ort von einem Auto mitgenommen werden wollen.

Während der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Reichenbach ist die Bank von einer Baufirma aus Versehen derart beschädigt worden, dass sie nicht mehr zu gebrauchen war. Das fiel gerade in die Zeit, als wegen Corona ohnehin weniger Leute unterwegs waren, deshalb sei es auch nicht so schlimm gewesen, sagt Fabian Nöth.

Wieder am alten Platz

Aber es sollte natürlich eine neue Mitfahrbank geben. Die gusseisernen Gestelle sind vorhanden, die Firma, die die alte Bank zerstört hat, stellte das Holz zur Verfügung. Fabian Nöth hat sie wieder zusammengebaut und gestrichen. Und nun steht sie wieder an ihrem alten Platz.

"90 Prozent der Leute, die hier vorbeifahren, wollen nach Münnerstadt", sagt Fabian Nöth. Deshalb sitzen die Leute auch meist nicht lange auf der Bank. Nachbar Heinz Müller hat ein Auge darauf. Wartet jemand länger als eine halbe Stunde auf eine Mitfahrgelegenheit, bringt er ihm Getränke, hat er zugesagt. Der Fall ist allerdings noch nie eingetreten.

Heinz Müller hat ohnehin eine besondere Verbindung zur Mitfahrbank. Er hatte der alten Bank beim Fasching 2020 einen letzten großen Auftritt verschafft. In einer Büttenrede hat er verarbeitet, was er an der Mitfahrbank erlebt hat.

Bürgermeister Michael Kastl (CSU) bezeichnete die Mitfahrbank bei der Wiedereinweihung als sehr schönes Projekt. "Ein g Lob an Fabian Nöth", sagte er. Die Stadt hat übrigens auch einen Anteil daran. Die Kommune hat die Farbe bezahlt.