Der Reichenbacher Kindergarten ist derzeit eine einzige, große Baustelle. Seit März wird die Einrichtung grundlegend saniert und erweitert. Der Vorsitzende des Kindergartenvereins, Mario Schmitt, ist zufrieden.Der Kindergarten werde so gut wie neu, betont er.
Für zwei normale Kindergartengruppen und eine Kinderkrippe wird der umgebaute Kindergarten in Reichenbach künftig Platz bieten. Entsprechend werden derzeit die Räumlichkeiten hergerichtet. Nach den Rohbauarbeiten läuft momentan vor allem der Innenausbau, erläutert Architekt Christian Küster. Die Bauarbeiten ziehen sich bis auf die Brunnengasse hinunter. Denn erneuert wurde auch der Hausanschluss für die Wasserleitung. In dieser Woche wird eine neue Kanalleitung hoch zur Einrichtung gelegt.

Neubau wäre teurer geworden

Wenn alles nach dem derzeitigen Bauzeitenplan läuft, sollen die Ausbauarbeiten bis Ende September fertig gestellt sein. Das ist aber nur möglich, "wenn die Baufirmen mitspielen", sagt Küster. Mario Schmitt geht eher davon aus, dass es eher Oktober wird, bis der sanierte Kindergarten wieder bezogen werden kann. Der Kindergartenbetrieb laufe solange in der alten Schule von Reichenbach weiter. "Es hat sich alles eingependelt", meint Mario Schmitt.
Mit der Sanierung ist der Kindergarten dann auch barrierefrei. Die Zugänge werden entsprechend gestaltet. Die Hanglage sei schon etwas besonderes, weiß auch Mario Schmitt. Aber als der Kindergarten gebaut wurde, war die Lage noch kein Thema. Jetzt müsse man damit leben.
Angesichts des Umfangs der Bauarbeiten stellt sich beim Laien auch die Frage, ob ein kompletter Neubau nicht für die gleichen Kosten machbar gewesen wäre. Das verneint Architekt Küster. Jetzt fallen Kosten in Höhe von rund 920 000 Euro an. Bei einem Neubau, rechnet Küster vor, wären es mindestens 1,4 bis 1,5 Millionen Euro gewesen. Mario Schmitt geht davon aus, dass die Kosten eingehalten werden können. Auch der St. Josefs-Verein sieht Eigenleistungen beim Umbau vor. Bei der Gestaltung der Außenanlagen wird man wieder einsteigen, so Mario Schmitt. Er will aber die Eltern und Mitglieder nicht überstrapazieren.

Neue Küche

Momentan ist das Leitungsteam des Kindergartenvereins damit beschäftigt, welche Anschaffungen nötig sind. Der Verein muss auf jeden Fall eine neue Küche aus Eigenmitteln anschaffen. Dazu gehört auch eine spezielle Spülmaschine, die mit besonders hohen Temperaturen abwäscht. "Die ist Vorschrift, die muss rein", sagt Schmitt. Durch die Einrichtung einer Kinderkrippe hätte man jetzt mit strengeren Vorschriften zu tun. Auch eine Waschmaschine und ein Trockner müssen jetzt her - alles zusätzliche Auflagen, weiß Schmitt.Welche Anschaffungen an Mobiliar der Verein noch tätigen muss, werde man letztendlich erst wissen, wenn der Bau fertig ist.
Mario Schmitt betont, dass es für die neue Krippe bereits Anmeldungen gibt. Und für den regulären Kindergarten hat der Verein bereits eine Warteliste.