Der Zuschnitt des Baugebietes "Centleite" westlich des Schul- und Sportzen-trums beziehungsweise nördlich des Freibades im Gemeindeteil Maßbach soll geändert werden. Ein 0,85 Hektar großer Streifen am relativ steilen Hang zur Straße nach Weichtungen (KG 2) mit elf Bauplätzen, für die es keine Interessenten gab, wird aus dem Bebauungsplan herausgenommen.


Schon zwölfmal geändert

Dafür wird eine jetzt noch landwirtschaftlich genutzte, 1,1 Hektar große Fläche am Nordrand mit integriert. In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Marktgemeinderat einmal mehr mit diesem Thema. Nicht weniger als vier Punkte standen wegen dieser geplanten Änderung auf der Tagesordnung.
Die Erweiterungs-Fläche ist im rechtskräftigen Flächennutzungsplan nicht enthalten. Der Marktgemeinderat beschloss deshalb, den bereits zwölfmal geänderten Plan abermals in fünf Punkten zu ändern. 1,08 Hektar im Norden der "Centleite" werden als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, dazu kommen 0,18 Hektar Verkehrsfläche. Am Westrand dieses Gebietes werden 0,19 Hektar als "Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft" ausgewiesen. Diesen Status bekommt auch der 0,85 Hektar breite Streifen, der bisher als Wohngebiet dienen sollte.
Entlang der Kreisstraße KG 2 im Bereich der Erweiterungsfläche der "Centleite" wird eine anbaufreie Zone ausgewiesen. Schließlich wird im Flächennutzungsplan zwischen dem Sportgelände und dem Baugebiet noch eine Fläche, die dem Denkmalschutz unterliegt, ausgewiesen. Dieser Status würde eine spätere Bebauung nicht ausschließen, betonte Bürgermeister Matthias Klement (CSU). Aber vorher seien dann Untersuchungen nötig.


Einstimmig beschlossen

Die Änderung des Flächennutzungsplans passierte ohne Diskussionen und einstimmig den Marktgemeinderat. Damit kann sie allerdings noch lange nicht in Kraft treten. Nun muss der Plan öffentlich ausgelegt werden. Außerdem bekommen in nächster Zeit die "Träger öffentlicher Belange" (also in erster Linie Behörden und Verbände sowie die Nachbargemeinden) Post aus dem Maßbacher Rathaus. Mögliche Stellungnahmen und Einwendungen müssen dann wieder im Marktgemeinderat behandelt werden. Erst dann können die Räte endgültig entscheiden.


Nur der erste Schritt

Der Flächennutzungsplan, dessen Änderung der Marktgemeinderat nun in die Wege leitete, ist nur der erste Schritt. Auch der Bebauungsplan "Centleite" selbst muss deshalb zum dritten Mal geändert werden. Im Gemeindeteil Maßbach gebe es seit geraumer Zeit stetige Nachfrage nach Bauland. Zwar sei die Innenentwicklung angesichts des allgemeinen demographischen Wandels ein vorrangiges Ziel, doch müsse auch neues Bauland in begrenztem Umfang ausgewiesen werden, sagte Bürgermeister Klement.
Die wenigen bereits erschlossenen und noch unbebauten Grundstücke in Maßbach seien nicht im Besitz der Gemeinde. Der Marktgemeinderat stimmte der Änderung des Bebauungsplanes ohne Diskussionen zu. Er hatte bereits Mitte 2015 entsprechende Pläne diskutiert und gutgeheißen. Auch hier muss nun das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit und der "Träger öffentlicher Belange" ablaufen, bevor die Bebauungsplan-Änderung endgültig beschlossen werden kann.


Verfahren laufen parallel

Beide Verfahren, die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes, sollen parallel ablaufen, um Zeit zu sparen. Mit der Ausarbeitung der Unterlagen beauftragte der Marktgemeinderat das Planungsbüro für Bauwesen Bautechnik-Kirchner aus Oerlenbach.