Mehr als acht Jahrzehnte lagen zwischen den jüngsten und den ältesten Gästen beim Münnerstädter Stadtkinderfest. Gemeinsam war ihnen: Sie hatten Spaß, die Jungen an den zahlreichen Angeboten, die Älteren beim Zuschauen oder beim Kaffeetrinken. Wer sich trotz des etwas unsicheren Schauerwetters vor die Türe gewagt hatte, erlebte einen abwechslungsreichen Nachmittag.

Organisatoren waren auch in diesem Jahr der Altstadtverein und der Gewerbeverein "Kaufhaus Mürscht". Doch ohne die Unterstützung weiterer Vereine könnte dieses Programm nicht auf die Beine gestellt werden, weiß Wolfgang Joa vom Altstadtverein. Ein Anliegen des Stadtkinderfestes ist auch, dass die Gruppierungen die Möglichkeit bekommen, in einer ungezwungenen Atmosphäre junge Menschen für ihre Jugendarbeit zu gewinnen. So wurden die meisten der Stationen auch von örtlichen Vereinen aufgebaut. Zusätzlich gab es eine kleine Bimmelbahn, die unter den Kastanien am Anger ihre Runden drehte. "Da wären wir früher auch mitgefahren," kommentiert eine der älteren Besucherinnen lachend das Karussellangebot.

Angesichts des wechselhaften Wetters meint Wolfgang Joa: "Wir sind insgesamt zufrieden." Für die Kinder sei viel geboten. Etwas bedauerlich fand er, dass es aufgrund neuer Vorschriften nicht mehr möglich war, einen Streichelzoo anzubieten. Tiere seien immer gut bei den Kindern angekommen.

Dankbar für Angebot

"Ich finde es ganz toll, dass der Altstadtverein und Kaufhaus Mürscht das Kinderfest organisieren", erklärt Carola Beudert. Sie war mit ihrer Tochter Eva gekommen, die sich schon lange auf das Fest gefreut hatte. Auch vor Corona waren Mutter und Tochter schon gerne Besucherinnen dieser Veranstaltung gewesen. Der Anger biete sich für eine solche Veranstaltung bestens an, meint die Lehrerin.

Sie hofft, dass es das Kinderfest noch viele weitere Jahre gibt. Sie sei dankbar, dass es Vereine gibt, die sich für solche Aktivitäten engagieren.