Es war nicht anders zu erwarten, wenn die Feuerbergmusikanten aus Langenleiten irgendwo auftreten: Die Klosterkirche auf dem Kreuzberg war brechend voll. Pater Georg gab seine Verwunderung über solch einen Ansturm in seiner Begrüßung zum Ausdruck. Das Feuer in den Bergen der Rhön sei seit Jahrtausenden bereits erloschen, aber in den Herzen der Menschen brenne es offensichtlich immer noch.
Mit dem Titel "Herzblut" begann das Konzert, das unter dem Motto "Liebe und Musik" stand, frisch und feurig. Die beiden Klarinetten setzten sich gegen das viele "Blech" erstaunlich gut durch, ein Zeichen, dass Edwin Schäfer am Dirigentenpult seine Musiker beherrscht. Sie folgten jedem Fingerzeig!


Text zum Mitsingen auf Leinwand

Um auf das Thema "Durch Feuer entstandene Rhön" zurückzukommen, forderte der nächste Titel alle Besucher auf, kräftig mit einzustimmen in "Die Erde ist schön". Dank moderner Technik war der Text auf eine Leinwand projieziert und der Gesang entsprechend kräftig.
Da bekanntlich Musik weder Grenzen noch unterschiedliche Sprachen kennt, war in den Beiträgen "Märchen" und auch in "Kraft der Liebe" durch unterschiedliche Lautstärken oder Tempi deutlich zu hören, wie zarte Liebe durch ein Andante und Piano herauszuspüren sein kann. Und in "Kraft der Liebe" brillierte der Solist meisterhaft an der Trompete.
Eine Hommage an die Mutter Gottes wurde gesanglich von Steffi Metz und Edwin Schäfer einfühlsam vorgetragen. Und im Abba-Klassiker "Thank you for the music" wurde der Dank an alle Komponisten kräftig vom gesamten Orchester dargebracht.
Was dann folgte, war ein Dank aller Anwesenden, denn jeder stimmte kräftig und überzeugend mit ein, wenn der Text erschien zum "Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön".


Trompeten stark im Einsatz

Die Musiker intonierten die Oberstimme und das Volk sang kräftig die "normale" Stimmlage dagegen! Meisterlich!
Rhythmisch und abwechslungsreich zauberten die Solo-Trompeten bei der "Bodenseepolka" die Berglandschaft im Süden. Auch in "Once upon a time in the West" (Spiel mir das Lied vom Tod) kamen die Trompeten verstärkt zum Einsatz.
Im "Rosenwalzer" dominierte selbstverständlich die Liebe. Gesanglich glänzten dabei Vater und Sohn, Edwin und Dominik Schäfer. Die Polka "Böhmische Liebe" sollte als Dank an Gott für die Musik überhaupt verstanden werden. Edwin Schäfer und Miriam Voll interpretierten den Text voller Inbrunst.
Ein schöneres Lied hätte es nicht sein können zum Schluss, als "Möge die Straße uns zusammenführen... und bis wir uns wieder sehen halte Gott dich fest in seiner Hand". Ein fulminanter Schlussstein wurde von allen Besuchern und Musikern am Ende eines zu Herzen gehenden Konzertes gesetzt.


Tosender Beifall

Mit tosendem Beifall wurde den Feuerberg-Musikanten gedankt, auch von Pater Georg. Die Besucher des Konzerts konnten am Ausgang für die Ausbildung der insgesamt zwölf jungen Musiker spenden. Die Kapelle aus Langenleiten umfasst insgesamt 22 Musiker. Der älteste ist 83 Jahre alt. Das nächste Kreuzberg-Konzert findet am Sonntag, 16. Juli, statt.