Die Lebensqualität in den Stadtteilen erhalten und steigern, das ist das Ziel des Gemeindeentwicklungskonzeptes, das die Stadt derzeit mit den Bürgern erarbeitet. Nach der zentralen Auftaktveranstaltung im Tattersall fanden nun die ersten beiden Ortsspaziergänge in Hausen und Kleinbrach statt.
Die Ansprechpartner für die jeweiligen Stadtteile, Bernd Czelustek und Dawn Hänsch führten jeweils durch den Ort zu Punkten, die die Verwaltung auf Basis von Befragungen
vorgeschlagen hatte.
Jan Voll und Christine Schwind vom Bauamt hatten Leonhard Valier vom Bamberger Planungsbüro Wittmann, Valier und Partner GbR dabei, der die Spaziergänge und die anschließenden Diskussionsrunden moderierte.
In Hausen führte der Weg von der Mehrzweckhalle aus über den Spielplatz am Nudelbach, vorbei am Höllweg, am Bach entlang zum Sportplatz. Anschließend ging es über den Schönbornsprudel-Pavillon zum Klosterhof und von dort die Hausener Straße entlang zurück zur Mehrzweckhalle.
Ein wesentlicher Diskussionspunkt war die Schaffung eines Dorfplatzes mit entsprechender Aufenthaltsqualität und ob dieser eher an der Mehrzweckhalle oder an der Wiese am Nudelbach entstehen könne.


Neuer Schönbornsprudel-Turm?

Ein im Vorfeld geäußerter Wunsch war es, den Schönbornsprudel-Turm als Wahrzeichen Hausens wiedererstehen zu lassen. Hierdurch würde auch ein Ausbau des Weges am Bach als neue Wegebeziehung zum Turm interessant, so Valier.
Auf den Nägeln brennt den Hausenern weiterhin der häufig überflutete Weg zum TSV-Gelände. Auch die Frage, ob der Reitersteg ein Projekt der Dorferneuerung sein könnte, wurde gestellt.
In Kleinbrach ging es vom Feuerwehrhaus aus durch die Kleinbracher Straße zur Kirche. Von dort über den Bolzplatz am Eichelberg und den Spielplatz am Linsenrain zurück zum Feuerwehrhaus.
Kontrovers wurde anschließend die Frage diskutiert, ob der Bolzplatz verzichtbar sei. Ein Wunsch der Kleinbracher ist ein Haus der Dorfgemeinschaft. Als "typisches Projekt der Dorferneuerung" bezeichnete Valier die Überplanung der Hauptstraße mit Verkehrsberuhigung und optischer Aufwertung. Die jeweiligen Wünsche und Anregungen wurden gesammelt. Nach Aussage des Planers sollen daraus Leuchtturmprojekte für jeden Stadtteil entstehen, die dann über staatliche Programme zur Dorferneuerung gefördert werden könnten. Alles werde man nicht verwirklichen können. Der Stadtrat müsse schließlich - nach intensivem Diskussionsprozess mit den Ortsgemeinschaften - eine Priorisierung vornehmen.
Die Beteiligung an den Spaziergängen war mit rund 35 Personen in Hausen und 20 Personen in Kleinbrach noch etwas verhalten, aber in weiteren Schritten seien die Bürger erneut gefragt und zusätzliche Ideen könnten jederzeit noch über das Stadtbauamt eingebracht werden, so Leonhard Valier.