Rottershausen
Engagement

Lutzi-Festival unterstützt die Kissinger Tafel

Die vielen Ehrenamtlichen des "ab geht die Lutzi"-Festivals wurden mit einem Helferfest belohnt. Ausgesuchte Organisationen erhielten eine Unterstützung für ihre Projekte.
1000 Euro gehen in diesem Jahr an die Bad Kissinger Tafel. Die Spende wurde von Matthias Wetterich an Angela Kahle und Gerlinde Warmuth beim Helferfest übergeben.
1000 Euro gehen in diesem Jahr an die Bad Kissinger Tafel. Die Spende wurde von Matthias Wetterich an Angela Kahle und Gerlinde Warmuth beim Helferfest übergeben. Foto: Matthias Wetterich
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Die elfte Ausgabe des "ab geht die Lutzi"-Festivals im vergangenen Juni ist Fans und dem Organisationsteam noch in allerbester Erinnerung. Nun wurde die Gelegenheit genutzt, um etwas zurückzugeben. Die vielen Ehrenamtlichen wurden mit einem Helferfest belohnt. Ausgesuchte Organisationen erhielten im Zuge dessen eine Unterstützung für ihre Projekte.

"Eigentlich alles wie immer: nur diesmal mit 350 Menschen und einer Band", so die knappe Zusammenfassung von Lutzi-Chef Christian Stahl mit Blick auf die Veranstaltung am 24. August in Rottershausen. Auf dem Sportgelände des FC Rottershausen wurde ausgelassen gefeiert, und zwar mit allen, die sich hinter den Kulissen für das gemeinsame Projekt engagieren. Das "ab geht die Lutzi" ist längst seinen anfänglichen, rein dörflichen Strukturen entwachsen. "Mittlerweile setzt sich das Team aus Menschen von überall her zusammen", bestätigt auch Christian Stahl. Mit dabei sind im Jahr 2022 zahlreiche "befreundete" Festivals, mit denen teils eng zusammengearbeitet wird, das Team von "local heroes Bayern", die seit 2019 das Landesfinale des inzwischen wichtigsten Musikpreises der deutschen Non-Profit-Musikszene auf der Zeltbühne austrägt, oder auch Menschen, die "einfach mal Bock hatten, ein Festival zu veranstalten und so vom Gast zum Teammitglied wurden". Letztere nehmen dafür sogar weitere Anreisen in Kauf. Wie das Organisationsteam bestätigt, seien 2022 sogar Helfer aus Dresden angereist.

3000 Euro für einen guten Zweck

Ihr offenes, familiäres und zugleich gut strukturiertes Konzept gibt den "Lutzi"-Veranstaltern recht. Entgegen dem aktuellen Trend in der Festivallandschaft konnte das Team Ende Juni ein Comeback vor fast "vollem Haus" mit insgesamt rund 10.000 Besuchern und Besucherinnen an drei Tagen feiern. Daher war es dem Team ein Anliegen, auch in diesem Jahr etwas vom seinem Erfolg weiterzugeben. Das Helferfest wurde also einmal mehr genutzt, um ausgewählte Organisationen zu unterstützen. Insgesamt 3000 Euro wurden ausgeschüttet.

1000 Euro gingen jeweils an die hiesige Tafel Bad Kissingen e.V., an Sea-Watch e.V. Zivile Seenotrettung von Menschen auf der Flucht und die Aktion Deutschland Hilft Nothilfe Ukraine. Unterstützen möchte das "ab geht die Lutzi" aber nicht nur externe Organisationen. Bereits seit Jahresbeginn arbeitet das Team an den Themen Barrierefreiheit und Inklusion. Die ersten Maßnahmen, wie unter anderem barrierefreie Toiletten, niedrigere Tresen, eine deutlichere Beschilderung, ein Awareness-Team und angepasste Eingänge wurden beim diesjährigen Festival schon umgesetzt. "Unsere Bestrebungen wurden super angenommen", berichtet das "Lutzi"-Team von vielen positiven Rückmeldungen. Und diese seien nicht nur aus den Reihen von Menschen mit Behinderung gekommen. Das bestärkt die Festival-Organisation, diesen Weg nun gemeinsam mit dem Landkreis Bad Kissingen, vertreten durch die Projektmanager Antje Rink und Felix Gantner vom Regionalmanagement des Landkreises Bad Kissingen, dem Bezirk Unterfranken, vertreten durch den Popularmusikbeauftragten Benjamin Haupt sowie der Initiative "barrierefrei feiern" weiter zu beschreiten.

Der Termin für das nächste Festival steht bereits: Es findet vom 22. bis 24. Juni 2023 statt.

Nicole Oppelt