Über die Verabschiedung des Schulleiters der Staatlichen Realschule, Realschuldirektor Andreas Elsässer, wurde bereits ausführlich berichtet. Mit ihm zusammen haben drei langjährige, verdiente Lehrkräfte ihren Ruhestand angetreten. Als eine seiner letzten Amtshandlungen würdigte Elsässer die Lehrerpersönlichkeiten von Franz Hohmann, Brunhilde Gerner und Eckhard Fehr.
Franz Hohmann begann seine Laufbahn als Deutsch- und Geschichtslehrer an der
Staatlichen Realschule Bad Kissingen im Jahre 1978. Im Jahre 1994 ernannte man Hohmann zum Seminarlehrer für das Fach Geschichte. Es folgten seine Beförderung zum Seminarrektor und zum Zentralen Fachleiter für das Fach Geschichte. Bereits vorher wurde er wegen seiner Fachkompetenz in die Lehrplankommission für die sechsstufige Realschule berufen. Trotz seiner zahlreichen überregionalen Ämter blieb Franz Hohmann seiner "heimischen" Realschule Bad Kissingen eng verbunden. Er war Gründungsmitglied des Vereins der Freunde der Staatlichen Realschule und engagierte sich unter anderem bei der dauerhaften Präsentation der Schulgeschichte.


Große Kreativität

Im gleichen Jahr wie Franz Hohmann begann die Fachlehrerin Brunhilde Gerner ihren Dienst an der Realschule Bad Kissingen. Seit 1994 unterrichtete sie nicht nur das Fach Textiles Gestalten und Werken, sondern auch lange Zeit das Fach Hauswirtschaft. Besonders im Fach Textiles Gestalten konnte sie ihre große Kreativität einbringen. Von ihrem Einfallsreichtum zeugen nicht zuletzt die zahlreichen Dekorationsideen, mit denen sie die Aula der Schule stets je nach der Jahreszeit schmückte. Dank Brunhilde Gerner waren bei den Schulfestlichkeiten die Kostümgestaltungen und die Dekorationen stets herausragende Erfolge.


Die Zehn Gebote und der Club

Eckhard Fehr, Religionspädagoge, unterrichtete über 36 Jahre das Fach Katholische Religionslehre an der Realschule Bad Kissingen. "Ecki", wie er von vielen genannt wurde, war noch ein Lehrer "vom alten Schlag", der im Schulhaus oft nicht zu überhören war. Mit seiner Stimme und seinem energischen Auftreten verschaffte er sich Respekt bei den Schülern. Der erfahrene Pädagoge bevorzugte zwar eher die altbewährten Unterrichtsmethoden, verstand es aber, seinen Unterricht durch markige Sprüche und Abschweifungen in die Welt des Fußballs zu beleben. Dabei hielt er mit seiner Begeisterung für den 1. FC Nürnberg nicht hinterm Berg. Wer bei dem glühenden Anhänger und Mitglied des "Clubs" Religionsunterricht hatte, konnte nicht nur die Zehn Gebote und die Sieben Sakramente aus dem "Effeff" aufsagen, sondern kannte auch das Gründungsjahr und das Vereinslied des 1. FC Nürnberg.


Im Sport aktiv

Der große fußballerische Sachverstand kam auch der Schule zu Gute. Über 30 Jahre hatte der sportbegeisterte Lehrer die Funktion des Kreisobmanns für den Schulfußball inne und betreute viele Jahre die Schulmannschaften im Fußball. Darüber hinaus erwarb er sich große Verdienste als 1. Vorsitzender des Sportvereins TSV Hausen, sowie als Begründer und Organisator des "Rimini-Cups", dem größten internationalen U 15 Junioren Fußballturnier Deutschlands.