Schon zum dritten Mal verzichtete die in Bad Kissingen ansässige Pro Care Management GmbH (PCM) zu Weihnachten auf die früher üblichen Geschenke für Kunden und Lieferanten. Stattdessen spendete das Unternehmen den entsprechenden Betrag von 4000 Euro, diesmal dem Kinderfonds der Arbeiterwohlfahrt (AWO Würzburg) zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder in Unterfranken. "Wir können jede Spende gut gebrauchen", bedankte sich Cornelia Staab, Bereichsleiterin für Kinder, Jugend und Familie der Arbeiterwohlfahrt Unterfranken, bei PCM-Inhaber und Geschäftsführer Udo Reppert.

Nachdem PCM im Jahr zuvor mit seiner Weihnachtsspende an den Bad Kissinger Hospizverein die fürsorgliche Begleitung Schwerstkranker und Sterbender im Landkreis unterstützt hatte, kommt das Geld diesmal Kindern aus finanzschwachen Familien in unterfränkischen AWO-Einrichtungen zugute.

Zwar betreut die Pro Care Management GmbH als bundesweit tätiger Einkaufsdienstleister mit einem Auftragsvolumen von 450 Millionen Euro etwa 2500 Großküchen in Krankenhäusern und Seniorenheimen mit mehr als 1200 Lieferanten. Doch diese Großküchen versorgen über ihre jeweils eigenen Einrichtungen hinaus oft auch umliegende Kindertagesstätten und Schulen mit täglichem Mittagessen. "Da lag der Gedanke nahe, unsere Weihnachtsspende diesmal Kindern zukommen zu lassen", meinte PCM-Inhaber Udo Reppert bei der Scheckübergabe.

Allein in Unterfranken betreut die AWO etwa 1900 Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen, dazu gehören 1200 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren. "Deren Zahl wächst stetig", berichtete Bereichsleiterin Staab. Natürlich gibt es zahlreiche staatliche Hilfen für in Not geratene Familien. Aber oft ist dies mit langen Bearbeitungszeiten oder hohen bürokratischen Hürden verbunden. Bis staatliche Hilfen endlich greifen, können Eltern oder Alleinerziehende den Beitrag für das Mittagessen oder die Betreuung in Kindertagesstätten und Schulen nicht mehr zahlen und müssten ihre Kinder von diesen Angeboten sofort abmelden. Staab: "In solchen Fällen helfen wir betroffenen Kindern in unseren Einrichtungen schnell und unbürokratisch. Denn jedes Kind hat doch ein warmes Mittagessen verdient."

Die Unterstützung eines Kindes durch die AWO endet mit dem Einsatz staatlicher Hilfen. "Das kann schon mal bis zu sechs Monate dauern", weiß Staab aus Erfahrung. Doch helfen die AWO sowie ihre jeweilige Einrichtungsleitung betroffenen Eltern bei der Beantragung solcher Hilfen, um den Bearbeitungsvorgang auf möglichst nur zwei Monate zu verkürzen. Eltern sollten sich deshalb im akuten Bedarfsfall sofort bei der AWO melden, bevor sie wegen finanzieller Notlage ihr Kind vom Mittagessen abmelden, bittet Bereichsleiterin Staab. "Mit unserer Hilfe ermöglicht die AWO solchen Kindern nicht nur eine warme Mahlzeit am Tag, sondern schützt sie auch vor Stigmatisierung und Ausgrenzung."

Wer ebenfalls spenden möchte, kann Geld überweisen auf das Spendenkonto: AWO Unterfranken, Sparkasse Mainfranken, IBAN DE97 7905 0000 0042 0223 84, Verwendungszweck: AWO Kinderfonds.