"Ohne unsere seit langem hervorragende Jugendarbeit gäbe es uns schon nicht mehr!", mit diesen Worten bedankte sich Kommandant Bernd Czelustek bei allen, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Hausen engagieren. In einem ansonsten unspektakulären Jahr setzte die Freiwillige Feuerwehr Hausen mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr ein starkes Zeichen für die Zukunft.
Das sah auch Oberbürgermeister Kay Blankenburg so, der lobte: "Damit ist
euch ein ganz großer Wurf gelungen!" Zugleich unterstrich er, dass die Feuerwehren einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit leisteten, aber auch für den Zusammenhalt in den dörflichen Gemeinschaften unverzichtbar seien.
Der amtierende Vorsitzende, Jochen Nürnberger, ging auf die Vereinsaktivitäten ein. Sehr gut sei es von den Gästen angenommen worden, dass beim Sommerfest wieder Holzkohlegrills benutzt wurden. Der Bericht von Kassierer Ralf Schemmel zeigte, dass der Feuerwehrverein auch wirtschaftlich erfolgreich war. Davon profitierten die Aktiven, indem eine Übungspuppe und ein Tablet PC beschafft werden konnten.
Erstmals seit der Gründung stieg die Mitgliederzahl auf über 200, wusste Schriftführer Martin Müller zu berichten. Auch dies sei der Kinderfeuerwehr zu verdanken. Näheres dazu gab deren Betreuerin, Lisa Metz, bekannt. So seien derzeit 25 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren beim jüngsten Spross der Wehr. Die Befürchtungen, nach der ersten Übung werde das Interesse nachlassen, hätten sich nicht bewahrheitet. Es seien, ganz im Gegenteil, noch weitere Kinder dazugekommen.
Sehr aktiv zeigte sich die Jugendgruppe, die nach den Worten von Mario Rösner derzeit 8 Jugendliche auf den aktiven Dienst vorbereite und sich zu 28 Übungen getroffen habe.
Von 16 Einsätzen wusste stellvertretende Kommandantin Alexandra Müller zu berichten. Schwerpunkte bei der Ausbildung seien der Digitalfunk, Bootsausbildung sowie ein Hohlstrahlrohrtraining gewesen. Neben abendlichen Übungen wolle man auch weiterhin einige Samstagnachmittage für Intensivtrainings nutzen.
Kommandant Bernd Czelustek ging auf die Digitalisierung im Feuerwehrwesen ein, beginnend bei der Alarmierung bis hin zur Abgabe der Einsatzberichte. Man werde auch weiterhin mit Wasser löschen, aber die Effektivität sei durch die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre wesentlich gesteigert worden. Der nächste Meilenstein sei der Ersatz des fast 30 Jahre alten Löschgruppenfahrzeugs, der in der städtischen Finanzplanung für das Jahr 2018 vorgesehen ist.
Neu in die Reihe der Aktiven aufgenommen wurde Melanie Müller, Alexandra Müller wurde zum Oberlöschmeister ernannt, Maximilian Fichtl zum Oberfeuerwehrmann und Lisa Metz zum Hauptfeuerwehrmann. Löschmeister Thomas Müller wurde weiterer Gerätewart.
Beklagt wurde von den Aktiven die Parkplatzsituation vor dem Gerätehaus. Da keine Parkplätze für die Mehrzweckhalle vorhanden seien, würden deren Benutzer regelmäßig die Parkplätze der Einsatzkräfte belegen und im Alarmfall versuchen schnell noch wegzufahren. Dies führe zu erheblichen Gefahren, da eine Kollision mit nachrückenden Einsatzkräften und ausrückenden Feuerwehrfahrzeugen geradezu vorprogrammiert sein.
Grußworte sprachen Stadtbrandinspektor Harald Albert, sowie der Kommandant der Kleinbracher Patenwehr Matthias Mahlmeister.