Es war aufwendig, es war anstrengend, aber sie sind da - die rumänischen Saisonkräfte, die der Obsthof Müller in Modlos während der Erdbeerzeit dringend braucht. 15 Arbeiter, drei Viertel derjenigen, die in normalen Jahren anreisen, aber immerhin. Auch mit Blick auf die Corona-bedingte Gesamtsituation sagt Obsthof-Inhaber Jochen Müller deshalb: "Es waren viele Hürden zu nehmen, aber es läuft."

Die Rumänen kamen per Flugzeug und sie kamen in Gruppen. Jochen Müller holte die ersten Acht am Düsseldorfer Flughafen ab; fünf weitere landeten vor knapp drei Wochen in Nürnberg. Ein rumänisches Ehepaar war bereits vor der Corona-Krise im Februar problemlos nach Deutschland eingereist.

Die erste Gruppe steckte der Obstbauer gleich nach der Ankunft in "Quarantäne". Was nicht bedeutete, dass sie untätig herumsitzen mussten. Aber die Acht wurden gemeinsam auf dem Obsthof-Gelände untergebracht. Selbstständig ausgehen oder einkaufen durften sie nicht; das erledigten die Inhaber oder das früher angereiste rumänische Ehepaar für sie. Zur Arbeit ging es nur als geschlossene Gruppe, mit Mundschutz und Desinfektionsmitteln im Auto. Auf dem Feld mussten die Saisonarbeiter Mindestabstände von zwei Metern einhalten.