Der Hausener Landwirt rechnet alleine in seinem Betrieb mit rund 20 000 Euro Schaden. Ob der Hilfsfonds auch ihn unterstützen wird, weiß er noch nicht. Bad Kissingen ist ohne größere Schäden beim jüngsten Hochwasser davongekommen. Das gilt aber nicht in gleicher Weise für die Landwirte. Die Überschwemmung der Saaleauen hat die Wiesen verunreinigt, sodass sie als Futterlieferant ausfallen.
"Allein bei uns waren es 25 Hektar überschwemmte Fläche", weiß Sohn Marco. Drei bis viermal werden die Wiesen normalerweise gemäht.
Die erste Mahd fiel dem schlechten Wetter zum Opfer, die zweite dem Hochwasser. Nachdem die Wiese nun eine längere Regenerationszeit braucht, befürchten die Landwirte, dass es keine vierte Mahd geben wird. Ihnen bleibt nun keine andere Wahl, als das Grüngut zunächst gehäckselt auf einen großen Haufen zu fahren und liegen zu lassen, bis es im Herbst untergepflügt werden kann und so zumindest als Dünger einen Nutzen hat. Normalerweise ist es die Futtergrundlage für 80 Stück Vieh.
Doch auch dem "Drama", wie er es selbst bezeichnet, kann Kleinhenz noch etwas Positives abgewinnen. Er freut sich nämlich über die Solidarität seines Nüdlinger Kollegen Franz Weber, der mit Manpower und Großgerät zur Hilfe geeilt ist.
"Ich werde wohl Futter zukaufen müssen", befürchtet Kleinhenz, "und das sind zusätzliche Kosten, die das Betriebsergebnis sicherlich belasten werden." Er hofft, dass wenigstens die dritte Mahd im Hochsommer die Erwartungen erfüllen wird.
Dem Betrachter wird eines klar: Soviel die Technik unterstützen und helfen kann, die Landwirtschaft bleibt den Unwägbarkeiten der Natur unterworfen.