Ob Online-Befragung oder Digitale Jugend-Bürgerversammlung, bei allen Projekten der Jugendarbeit sei der Wunsch nach einer Skate-Anlage aufgekommen, sagte Oberthulbas Bürgermeister Mario Götz in der jüngsten Gemeinderatsitzung. Nun beschäftigte sich das Gremium erstmalig mit den von der Verwaltung vorgeschlagenen Ideen. Dabei ging es um mögliche Standorte, Kosten und Fördermöglichkeiten. "Jugendliche und Bürgerinnen und Bürger sollen merken, dass wir den Wunsch ernst nehmen und die Verwirklichung einer Anlage angehen wollen", formulierte es Götz.

Als Beispiel führte man die Skate-Anlage in Fuchsstadt an, die sich auch großer Beliebtheit erfreue. An Standorten kamen Oberthulba im Umfeld des Sportzentrums oder Spielplatzes, Reith am Feuerwehrhaus, Richtung Frankenbrunn oder Thulba am Feuerwehrhaus aufs Tapet. Dem Markt Oberthulba würde eine solche Anlage gut tun, aber nicht zu nahe an Wohngebieten, war sich Bürgermeister Götz sicher. Man wolle nämlich nicht ein Fass zum Thema Lärmbelästigung aufmachen. Götz sah hierbei eine deutlich höhere Nutzung als bei den eigentlichen Jugendgruppen. Die Anlage sei für alle acht Ortsteile und darüber hinaus eventuell auch für Jugendliche anderer Gemeinden gedacht.

Auch Daniela Spahn sprach sich gegen eine innerörtliche Lage aus, hält es aber für eine gute Sache. Julian Ziegler sah es als Signalwirkung nach außen, wenn Jugendliche für etwas eintreten und dann auch etwas bewirken können. Daniel Bahn warf ein, dass die Anlagen schon über viele Jahre hinweg modern seien und auch die nächsten Jahre angenommen würden, allerdings störte er sich an der Versiegelung der Fläche.

Auch abends reger Betrieb

Michael Meindl kennt die Fuchsstädter Anlage gut, wusste aber auch, dass dort auch abends reger Betrieb herrschen kann. "Wir sollten in dieser Richtung etwas machen, eine solche Anlage wird von allen Altersklassen genutzt", war die Meinung von Margot Schottdorf.

Außerorts sei jedoch eine Bauleitplanung notwendig. Die Investitionskosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 45 000 Euro. Davon entfallen rund 15 000 auf die "Geräte" und der Rest auf das rund 25 x 12 Meter große Feld inklusive Erdarbeiten, Unterbau und Asphaltieren. Förderungen sind eventuell möglich über das Amt für Ländliche Entwicklung oder über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums. Man wolle sich nun weiter mit dem Thema beschäftigen und nehme gerne Ideen für einen möglichen Standort entgegen, so Götz.

Das Gremium beschied die beiden eingegangenen Bauanträge zum Neubau eines zweigeschossigen Balkons in Oberthulba, Untere Ecke, und eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Schlimpfhof, Kreuzweg, positiv.

Außerdem stimmte man der moderaten Änderung der Brennholzpreise in der von Kämmerer Klaus Blum vorgetragenen Form zu. Zur aktuellen Preisentwicklung wurde eine Stellungnahme von der FBG Rhön-Saale durch den Revierleiter Christoph Uffelmann in Absprache mit Betriebsleiter Rupert Wolf eingeholt. Die neuen Holzpreise: Polterpreis Hartholz 55 Euro pro Festmeter, Polterpreis Weichholz/Schadholz 36 €/fm, Los-/Abraumhartholz: 20 €/Ster, Los-/Abraumweichholz: 10 €/Ster, Prügelholz unverändert 5 €/Ster und Schwachholzbestände (bis 20 cm Durchmesser) je Holzqualität: 20 €/Ster bis 25 €/Ster.

Für das Jahr 2022 soll wieder ein Veranstaltungskalender auf die Beine gestellt werden. Vereine und Gruppierungen sollen die Daten bis Freitag, 5. November an die Verwaltung liefern.