Klar ist, es muss etwas getan werden, denn das Sportzentrum und sein Umfeld sind in die Jahre gekommen: Wie der Entwurf aussieht und was es kostet, wollten viele Bürgerinnen und Bürger selbst hören und kamen dazu ins Sportheim. Dort stellte Valentin Dietz seinen Plan vor.

Die Planungen sahen zunächst eine 50-Meter-Radiuskurve der Straße, einen Bereich zum Aufstellen eines Zeltes mit den Maßen 20 mal 30 Meter und den mit Bäumen abgegrenzten Bereich zum Spielplatz mit Seilrutsche und Fitnessparcours vor. Außerdem einen Steg, der in den Ort führt und einen Wasserspielbereich und Grillplatz. Die ersten Kostenschätzungen beliefen sich auf 750.000 Euro, jetzt müssen aber 250.000 Euro eingespart werden. "Eine halbe Million Netto hört sich noch viel an, aber wir haben es hier mit einer großen Fläche zu tun", so Dietz.

Ein neuerer Entwurf sieht jetzt vor, dass Belagsaufbauten weiter genutzt, Beachvolleyballfeld und Wasserspielbereich entfallen und der Renaturierungsbereich reduziert werden. Wortmeldungen betrafen die Zufahrt zum Schützenhaus - man müsse hier Parken können zum Be- und Entladen - und die Zweckmäßigkeit des Fußweges mit Steg. Bis zu den Sommerferien könnte die Planung abgeschlossen sein und eine Kostenrechnung vorliegen, so Dietz.

"Für das Gebäude selbst haben wir alle Fördermittel abgeklappert, nachdem es nicht in der Förderung der Dorferneuerung enthalten ist", sagte Bürgermeister Florian Atzmüller. Simon Beck stellte eine Präsentation zur aktuellen Planung zum Vereinsheim durch die Vereine vor. Danach teilen sich jetzt Sportverein, Faschingsverein und Freiwillige Feuerwehr die Unterhaltskosten. Das Gebäude werde zwar noch rege genutzt, sei aber in die Jahre gekommen. Er legte eine Liste der Schäden vor und hob hervor, dass der Sportverein von 2010 bis 2019 rund 88.000 Euro in das Gebäude investiert und seit 1978 zusätzlich rund 200.000 an Energiekosten gezahlt habe.

Die Kostenschätzung der Sanierung hätte 2019 bei 750.000 Euro gelegen, so Beck. Den minimalen Betrag für unaufschiebbare Arbeiten bezifferte er nunmehr auf 540.000 Euro. Die Vereine würden 80.000 Euro zuschießen und durch Eigenleistung könnten noch mal 65.000 Euro erbracht werden. Blieben für die Gemeinde 395.000 Euro, wovon bereits 220.000 Euro im Haushalt eingestellt seien. "Viele stehen hinter dem Projekt, jetzt fehlen nur noch 175.000 Euro und wir können das Projekt starten", wandte sich Beck an das Gremium.

Finanzlage der Gemeinde schwierig

Atzmüller hielt die Präsentation für überzeugend, man müsse aber die Zahlen erst einmal "sacken" lassen, zumal die Finanzsituation der Gemeinde schwierig sei. Gemeinderat Gabriel Vogt sah nicht, wie derzeit 175.000 Euro durch die Gemeinde aufgebracht werden könnten. "Wir haben teilweise schon den Eindruck gewonnen, das Sportheim sei bei der Förderung mitenthalten", richtete Roland Brönner seine Frage an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Michael Kuhn. Kuhn erinnerte an den Platz an der Linde und an die Erhöhung des Budgets von 1,6 auf 3,4 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr sei dann festgelegt worden: Förderung für den Platz - Ja und für das Sportheim - Nein. Die Verantwortlichen der Vereine zeigten sich natürlich enttäuscht, denn dass das Geld nicht da ist, habe jeder gewusst und es habe ja Vorgespräche gegeben. Das Thema solle nun zeitnah wieder auf die Tagesordnung kommen, versprach Atzmüller.

Der Gemeinderat stimmte außerdem der Vereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft Wartmannsroth und der Gemeinde zur Umsetzung der Maßnahme "Dorfplatz und Generationenplatz" in Wartmannsroth zu. In seinem Bericht informierte der Bürgermeister über das Sturzflutrisikomanagement. Der Zuwendungsbescheid über 150.000 Euro sei eingegangen, die Ausschreibungsunterlagen befänden sich in der finalen Phase. Das Kneipp-Becken Heckmühle sei weitestgehend fertiggestellt und die Einweihung vom Dorfplatz in Völkersleier finde am 24. Juli statt.