Aura an der Saale
Diskussion

Wie soll der Friedhof aussehen?

Die Umgestaltung der Ruhestätte beschäftigt die Bürger im Ort. Die unbefestigten Wege sollen bald der Vergangenheit angehören und auch barrierefrei soll der Zugang werden.
Hier sollen zukünftig befestigte Wege und verschiedene Bestattungsformen realisiert werden.
Hier sollen zukünftig befestigte Wege und verschiedene Bestattungsformen realisiert werden. Foto: Hilmar Ruppert

Wie geht es bei der Friedhofsgestaltung weiter - dazu stand der Bürgermeister in der Bürgerversammlung Rede und Antwort. Manfred Schmitt sprach sich gegen den Einsatz eines Planungsbüros zur Friedhofsanierung aus. "Wenn ich das Geld nicht habe, kann ich das nicht machen", sagte er. "Wir haben einen wunderschönen Friedhof, aber ohne Barrierefreiheit, verschiedene Bestattungsformen und Ruheraum wird es in Zukunft nicht mehr gehen", widersprach Bürgermeister Thomas Hack. Man brauche hier einen Planer, der das Ganze fachgerecht durchdenke.

Auch Günter Sauer sah Handlungsbedarf beim Friedhof und wollte noch wissen, ob bei künftigen Wasser-/Kanalsanierungen wieder Beiträge erhoben werden. Carmen Schelb-Thiele sprach die Größe der Grabstätten an.

Fast alle Baugrundstücke verkauft

Mit rund 865 Einwohnern stünde die Gemeinde Aura im Wettstreit mit zwei weiteren um den Rang, die kleinste selbständige Gemeinde im Landkreis Bad Kissingen zu sein, berichtete Bürgermeister Thomas Hack in der Bürgerversammlung. Aber man wolle an der 900 kratzen, zumal im neuen Baugebiet von den 25 Baugrundstücken alle bis auf eines verkauft seien, und dies sei eine Erfolgsgeschichte. In seinen Ausführungen präsentierte er auch die Finanzdaten und Zahlen der Gemeinde, eine Fragerunde schloss sich an. Der Haushaltsansatz aus Verwaltungs- und Vermögenshaushalt beträgt 3,87 Millionen Euro, die Zuführung an den Vermögenshaushalt verringert sich auf rund 52.000 Euro. Man rechnet mit 376.000 Euro an Schlüsselzuweisungen, 530.000 Euro Einkommenssteueranteil und 164.000 Euro für Gebühreneinnahmen Wasser und Kanal.

Die Kreisumlage schlägt mit 394.000, die VG-Umlage mit 187.000 und die Schulumlage mit 67.000 Euro zu Buche. Die Personalkosten belaufen sich auf 200.000, der Betriebsaufwand auf 332.000 und die Zuschüsse Kindergarten auf 269.000 Euro. Für geplante und laufende Baumaßnahmen hat die Gemeinde rund 1,12 Millionen Euro veranschlagt, darunter die Straßensanierung Am Hahn, Kanal- und Wasserleitungssanierung "Zehnt/Am Hahn", sowie Dorferneuerung Zehnt und "Hauptstraße" Gehwege. In diesem Jahr könnten die Arbeiten leider nicht fertiggestellt werden, datierte Hack den Abschluss der Maßnahmen auf Mitte 2023.

Pro-Kopf-Verschuldung steigt

Die Pro-Kopf-Verschuldung steige auf 1624 Euro und liege damit erheblich über dem Landesdurchschnitt, aber man habe auch erhebliche Investitionen durchgeführt. Die Rücklage sinken zum Ende des Jahres von 1,12 Millionen auf 526.000 Euro. Die Gebührensatzung für Wasser und Kanal musste angepasst werden, für Wasser zahlt der Bürger jetzt 2,51 Euro und für Kanal 3,28 Euro pro Kubikmeter. Hack hob die Anschaffung eines Notstromaggregats hervor, damit sei beispielsweise die Wasserversorgung zu jeder Zeit gesichert. Der Bürgermeister sicherte auch Christbäume mit LED-Beleuchtung zu. Als Zukunftsaufgaben benannte er die Generalsanierung der Festhalle und die Gestaltung des Friedhofs.

Manfred Schmitt bezeichnete sich selbst als Fan des SV Aura, bezweifelt aber, ob die Sportplatzbewässerung in der Form nötig gewesen sei. Man habe sich nicht zwischen Luxus und Superluxus, sondern zwischen Dürre und Elend bewegt, entgegnete Hack. Im nächsten Jahr solle eine Leitung realisiert werden, um zur Sportplatzbewässerung kein Trinkwasser mehr hernehmen zu müssen. Regina Schaub wollte wissen, ob der Einbau von Wasseruhren für Zisternenbesitzer vorgesehen ist. Jede Zisterne spare Trinkwasser und niemand baue eine Zisterne um Kanalgebühren zu sparen oder zu umgehen, so Hack. "Wir haben darüber keine Unterlagen, geben keinen Zuschuss für eine Zisterne und können es auch nicht kontrollieren."

Winfried Schmitt bezog sich in seiner Frage auf die notwendige Kanalsanierung in "Klein-Aura" aufgrund des hohen Fremd- und Regenwasseranteils und des mehrfach nötigem Pumpaufwands. Die Notwendigkeit der Maßnahme sei unbestritten, aber alles auf einmal ginge halt nun mal nicht, antwortete Hack. Auf Bitten von Sandra Brand wies Hack auf eine geplante Helfer-vor-Ort Ausbildung hin. Dazu findet am 1. Dezember im Feuerwehrhaus Euerdorf ein Infoabend statt. Kontakt über hvovgeuerdorf@gmail.com.