Die Bilder der Flutkatastrophen im Kopf, ging es in der Sitzung des Marktgemeinderates auch um den Hochwasserschutz für Elfershausen. Dafür lag eine überarbeitete Planung vor, die vom Büro Werner zwecks Änderung des Konzepts erstellt wurde. Dieses leitet die Gemeinde nach Beschlussfassung dem Wasserwirtschaftsamt (WWA) zu, um die Förderung von 60 Prozent für die Maßnahme zu erhalten.

Nach einer im Vorjahr erstellten Prognose und Ortsbesichtigungen, könnten die Gesamtkosten von 3,5 auf 1,3 Millionen Euro gesenkt werden. Um vor dem Hochwasser gefeit zu sein, wären fünf Objekte zu realisieren. Dies sind die Lehm-Grube am Stappberg als Rückhaltebecken, zwei Drosselbauwerke linksseitig der Autobahn, ein Staudamm am Deisselbach in Nähe der Jagdhütte und die Verrohrung unter der Straße in Richtung Aura.

Sollte diese Umplanung alle Hürden passieren, ist die Förderung sicher, Elfershausen selbst hätte nur noch einen Kostenanteil von 520 000 Euro einzubringen, wenn die genannten Aufgaben innerhalb von zehn Jahren abgearbeitet sind.

Erfahrungen mit Hochwasser hat der Ort zur Genüge, ob Deisselbach-Wasserführung, Maßnahmen an den Flutbrücken und der Saale-Brücke, das Mäandern der Saale, und anderes. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass diese Schutzvorkehrungen bei Starkregenereignissen wie in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder in Berchtesgaden nicht ausreichen würden. Zum Projekt sind außerdem die Träger öffentlicher Belange zu hören, also das Wasserwirtschaftsamt, die Autobahndirektion oder die Naturschutz-Behörde. Jürgen Englert empfahl, ein Fachbüro solle den Plan bearbeiten und vorstellen, dann könne der Rat über Für und Wider diskutieren. Bürgermeister Johannes Krumm beharrte auf einem Gesamtkonzept "sonst ist die Förderung dahin" und zog einen weiteren Ortstermin in Betracht, da es für den Staudamm noch eine zweiten, kostenneutralen Standortvorschlag gibt.

Wie in den anderen Mitgliedsgemeinden war im Markt ein Beschluss über den Beitritt zum Zweckverband "Frankens Saalestück" zu fassen. "Es geht um den touristischen Ausbau zwischen Bad Kissingen und Hammelburg", erläuterte Krumm. Elfershausen müsste nach dem neuen Schlüssel gut 3000 Euro weniger entrichten. Trotzdem erschien Alfons Hausmann der Beitrag "zu teuer". "Die müssen jetzt mal liefern denn von Frankens Saalestück ist bisher nicht viel gekommen", kritisierte Volker Partsch, der eine eigene Karte für den Markt forderte. Die heimischen Allianz-Räte sollten die Gastronomie im Markt vertreten. "Ich sehe uns am richtigen Platz", konterte Krumm. "Wir können unseren kleinen Ort nicht alleine touristisch vermarkten." Es geht um die Erstellung eines ganzheitlichen Lebensraumkonzeptes für das Saaletal, fügte er an. Der Beitritt zum neuen Zweckverband fiel gegen fünf Stimmen. Neben dem Bürgermeister wählte das Gremium Angelika Kohlhepp und Alexander Porkristl zu Räten der Zweckgemeinschaft.

Entscheiden musste der Gemeinderat auch über den Beitritt zum Förderprogramm "Demografiefeste Kommune", für das bis Ende des Monats eine Bewerbung vorliegen muss. Kern des von der bayerischen Staatsregierung aufgelegten Programms ist die fachliche Beratung zur zukunftsfähigen Gemeinde. Es wird mit 90 Prozent bezuschusst. Hier fiel die Bewerbungsentscheidung gegen vier Stimmen. Einmütig befürwortete das Ratsgremium den Zuschuss-Antrag der Trimberger Kirchenstiftung, die die Läutanlage der Kirche erneuern will. Von den Kosten in Höhe von rund 4600 Euro übernimmt der Markt die Hälfte.

Ohne Einwände passierten die vorliegenden Bauanträge nebst Befreiung von den Festsetzungen. Die sind der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage/Carport und Photovoltaik-Anlage in der Langendorfer Rosen-Straße, die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage und Carport "Am Zeicht" in Machtilshausen sowie der Bau einer Stützmauer in der Julius-Echter-Straße in Elfershausen, der eine isolierte Befreiung erhielt. Die Bau-Voranfrage über den Neubau einen Einfamilienhauses am Machtilshausener "Kehrweg II" beschied der Rat positiv. Die Zustimmung des Landratsamts ist noch erforderlich.

Eine erfreuliche Nachricht kam vom Bürgermeister: Die Nachfolge-Regelung für die Arztpraxis in Elfershausen ist so gut wie sicher.

Die Räte hatten anhand einer Exponaten-Auswahl außerdem Gelegenheit über den Fußbodenbelag im Sozialraum des Feuerwehrhauses zu entscheiden.