Jüdische Friedhöfe sind Orte der Ruhe. Die Grabstätten und Grabsteine gehören den Verstorbenen auf ewig, daher werden jüdische Grabstätten niemals aufgelassen und sind damit auch bedeutende Zeugnisse der Geschichte.

Der Friedhof in Pfaffenhausen ist der älteste jüdische Friedhof im Landkreis Bad Kissingen und diente lange Jahre als Bezirksfriedhof.

Kreisheimatpflegerin Cornelia Mence, seit vielen Jahrzehnten beschäftigt mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in den Altlandkreisen Hammelburg und Bad Brückenau, informiert bei einer Besichtigung des Friedhofs am Sonntag, 5. September, anhand von exemplarischen Beispielen über Geschichte, Symbole, Inschriften und Zustand der Grabsteine. Auch stellt sie Textformulierungen vor, die Aufschluss über die Bestatteten geben. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jubiläumsjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" statt. Start ist um 11 Uhr am Eingang des jüdischen Friedhofs in Pfaffenhausen, Hammelburg.

Den Teilnehmern wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen. Männliche Teilnehmer werden gebeten, eine angemessene Kopfbedeckung mitzubringen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Eine Anmeldung per E-Mail an kulturamt@hammelburg.de oder telefonisch unter 09732/902 430 ist erwünscht.

Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu Covid-19-Fällen hatten sowie Personen mit unspezifischen Krankheitssymptomen, können nicht teilnehmen. Die etwa eineinhalbstündige Führung ist kostenfrei, Spenden für die Erinnerungsarbeit sind willkommen, teilt das Kulturamt der Stadt Hammelburg weiter mit. red