Soll die Gemeinde dem Verein Pro Jugend beitreten? Diese Frage blieb in der Wartmannsrother Gemeinderatssitzung noch unbeantwortet. Das Gremium will die Informationen, die es erhalten hatte, erst einmal sacken lassen. Zu diesem Thema waren Stefan Seufert vom Jugendamt des Landkreises und gleichzeitig Geschäftsführer von Pro Jugend und René Felcht vom Verein Pro Jugend zu Gast, um den Verein den Gemeinderatsmitgliedern vorzustellen.

Seufert leitete mit grundsätzlichen Informationen über die Entstehung und den Zweck des Vereins in des Thema ein und übergab dann das Wort an Felcht, der die Arbeitsweise des Vereins vorstellte. Der Verein beschäftigt hauptamtliches und pädagogisches Personal, das die Vereinsmitglieder, also die Kommunen, dann stundenweise buchen können. Bisher sind elf Kommunen des Landkreises Mitglied bei Pro Jungend.

Jugendarbeit ist eine Pflichtaufgabe

Felcht stellte heraus, dass der Verein den Gemeinden neben der eigentlichen Arbeit mit den Jugendlichen auch eine allumfassende Beratung anbieten könne. Er machte aber auch deutlich, dass ohne entsprechende Räume für die Jugend ein Betritt wenig Sinn mache. Nicht zu vergessen sei jedoch auch, dass die Jugendarbeit grundsätzlich eine Pflichtaufgabe der Gemeinden sei.

Am Baumhaushotel Seemühle in Gräfendorf soll eine Flutmulde zum Hochwasserschutz für das Hotel entstehen. Das Einvernehmen der Gemeinde Wartmannsroth ist notwendig, da das Bauwerk auf dem Gemeindegebiet von Wartmannsroth gebaut werden soll. Der Wanderweg zum Trettstein muss deshalb seitlich in den Wald verlegt werden, was laut Bürgermeister Atzmüller allerdings kein Problem darstellt. Der Gemeinderat erteilt sein Einvernehmen ohne Gegenstimmen.

Die Vereinbarung mit der Stadt Hammelburg über den Schulaufwand stammt aus den achtziger Jahren und soll erneuert werden. Die Stadt hat dazu eine Vereinbarung vorgelegt, in der eine Bagatellgrenze von 250 000 Euro für Baumaßnahmen vorgesehen ist. Erst bei Projekten, die diese Summe übersteigen, wird die Gemeinde an der Planung beteiligt. Dies führte zu Diskussionen mit dem Ergebnis, dass man der Vereinbarung zwar zustimmte, jedoch mit der Maßgabe, dass diese Klausel gestrichen werden müsse.

Bei der jährlich notwendigen Festlegung der Realsteuerhebesätze gab es keine Änderungen. Die Sätze blieben beim Alten, Grundsteuer A 320 Prozent, Grundsteuer B 320 Prozent und die Gewerbesteuer 380 Prozent.

Infobroschüre macht Fortschritte

Die durch Werbeeinnahmen finanzierte Bürgerinformationsbroschüre mache Fortschritte, und man gehe davon aus, diese bis August nächsten Jahres fertig gestellt werden könne, berichtete Bürgermeister Florian Atzmüller.

Er trug dem Gemeinderat ein Schreiben des Würzburger Bischofs Franz Jung vor, in dem dieser für die Impfung gegen Corona warb. Zum Thema Corona wollte der Bürgermeister die Meinung seines Gremium hören, ob man die Bürgerversammlungen vorsetzen oder absagen solle. Man einigte sich auf Fortsetzen. Auch die Veranstaltungen zum Volkstrauertag sollen wie geplant stattfinden.

Die Frage aus dem Gremium nach einem wohl bisher strittigen Flurweg in Neuwirtshaus konnte Gemeinderatsmitglied Christina Dollinger beantworten. Aus der Sitzung des Jagdgenossenschaftsvorstands könne sie berichten, dass die Jagdgenossenschaft Schwärzelbach den Bau dieses Weges nun angehen wolle.