Den 40sten Gründungstag begingen die Freunde der Trimburg in einer Gedenkstunde im Erthalsaal der Burg. Die ursprüngliche Idee, diese weithin sichtbare Landmarke zu erhalten und diese zu "beseelen", steht noch heute im Mittelpunkt, wie Vorsitzender Micha Strauß in seiner Begrüßung unterstrich.
"Der Erhalt der Trimburg ist sichergestellt, künftige Generationen können auf das bisher Geschaffene zurückgreifen", stellte Strauß zufrieden fest, der zum Zeitpunkt der Gründung selbst noch nicht geboren war. In einer Retrospektive ließ er die wichtigsten Sanierungen Revue passieren. Die Bedachungen der Säle und deren Bodenauskleidung gehörten zu den "Großprojekten". Der gute "Burggeist" namens Otmar Pfister regenerierte durch den Verkauf der Sandsteinplatten im Wert von rund 180 000 Euro.
Die Burg als kulturelles Zentrum zu nutzen war ein weiterer Meilenstein. Die Anlage im romantischen Ambiente eigne sich hervorragend für Veranstaltungen wie die "Nacht der Poesie", Theateraufführungen, das jährliche Jazz-Festival, Mittelalter-Feste und besonders für Kindergarten- und Schulkinder aus dem Tochterverein "musifit", die hier die Intension des Vereins - Musik, Bewegung und gesundes Essen - mit Leben erfüllen.
Von heimischen Vereinen bewirtschaftet, ist die Trimburg auch ein gerne erkorenes Wanderziel. Doch "wir können nicht stehenbleiben, müssen neue Konzepte ersinnen, besonders die Bewirtschaftung betreffend", fügte der Vorsitzende hinzu. Er erinnerte auch an den "Motor" hinter allen diesen Aktivitäten, den verstorbenen Initiator und Ideengeber Hans Schneider. Ebenso würdigte Strauß die beiden letzten lebenden Gründungsmitglieder Otmar Pfister und Kreisheimatpfleger Werner Eberth.


Lob von politischer Seite

In der von der Mittelalter-Singgruppe "Troubadours" musikalisch umrahmten Jubiläumsfeier räumte Landrat und Stellvertretender Vorsitzender Thomas Bold ein: "Das hätte ich mir nicht träumen lassen, was aus der Trimburg einmal wird. Das Anliegen von Hans Schneider motivierte viele Menschen die sich einbrachten." Dafür dankte er den Engagierten, darunter auch der Gemeinde Elfershausen und deren Bauhof.
"Wir brauchen auch künftig Menschen, die hinter dieser Idee stehen", unterstrich Bold mit seiner Anerkennung für die Familie Strauß, die sich mit allen Mitgliedern einbringt. "Bleiben Sie der Trimburg treu - sie ist es wert", schloss er. Matthias Schiebl, Initiator der "Knappenschule", die Kindern das höfische Leben nahebringt, informierte über das Programm, das für die eingeladenen Jugendlichen und Kinder ein willkommenes "Abenteuer" ist.


Erinnerungen lebten auf

Am Rande des offiziellen Teils schwelgte ein älteres Ehepaar in Erinnerungen. "Wir haben uns vor 50 Jahren auf der Trimburg verlobt", gestehen Gisela und Klaus Poeppelmann, die ehemals in Bad Kissingen lebten, heute in Aschaffenburg beheimatet sind. "Damals sah es hier ganz anders aus. Die Burg war dem Verfall preisgegeben, Scherben und Schutt lagen herum, aber wir bekamen einen Kaffee und Kuchen - und wir sind immer noch zusammen", strahlten die beiden.


Chronik vorgestellt

Dem "guten Geist" im ehrwürdigen Gemäuer gebührte eine besondere Anerkennung. Otmar Pfister verkaufte nicht nur die Bodenplatten, sondern stellt sich auch als kundiger Führer der Burggeschichte, Helfer, "Notnagel" und Ideengeber zur Verfügung und verbringt einen Gutteil seiner Zeit auf der Trimburg.
Es war zu erwarten, dass er zum Jubiläum ein "Highlight" präsentiert, nämlich eine bebilderte und gebundene Chronik über 40 Jahre Freunde der Trimburg. Zur Realisierung des Werkes - es ging weg wie warme Semmeln - trugen Christian Bayer mit Satz und Druck und Jens Martin als Lektor bei.
Die Geburtstagsfeier auf der Trimburg endete mit einem gemeinsamen Imbiss im Erthalsaal, bei dem sich freundschaftlich-erinnerungsreiche Gespräche ergaben.