Was die Energiewende betrifft, möchte der Markt Elfershausen unabhängig bleiben. Entstehen soll das Regional-Werk Bad Kissingen - eine Anstalt des öffentlichen Rechts - mit mindestens vier weiteren Gemeinden aus der Region. Unter dem Dach dieses kommunalen Unternehmens können künftig die erneuerbaren Energieprojekte der Kommunen entstehen und betrieben werden.

Für Bürgermeister Johannes Krumm ist das Projekt "eine der wichtigsten Entscheidungen der letzten 30 Jahre". Doch eine Entscheidung fällte das Gremium in öffentlicher Sitzung vorerst noch nicht.

Jede der fünf Gemeinden müsste für die Entstehung zunächst 10.000 Euro aufbringen, eine mögliche Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung wird derzeit geprüft. Dafür wollte der Ratsobere einen Beschluss, der wegen der Einwände von Volker Partsch und Jürgen Simon allerdings erst einmal nicht zustande kam.

Die beiden Langendorfer Räte forderten dazu auf, wegen eventueller neuer Erkenntnisse, Bedenken bei der Zusammenarbeit mit vorhandenen Stadtwerken, fehlendem Fachpersonalmangel und angeblicher Ablehnung durch den Landkreis und mehrerer Bürgermeister mit dem Beschluss noch zu warten. Doch laut Johannes Krumm sei über das Projekt jedoch noch "kein schlechtes Wort gefallen". Im Aufsichtsrat des Regionalwerkes sitzen später die Bürgermeister der Kommunen, die nie gegen den Landkreis handeln würden, argumentierte er. Jürgen Englert forderte daraufhin eine Klärung mit Stellungnahme des Landkreises ein. Die Beschlussfassung wurde auf die nächste Sitzung verschoben, wenn weitere Informationen, speziell vom Landkreis vorliegen.

Um das Freiflächenanlage-Projekt in der Gemarkung Trimberg zu starten, bedurfte es eines Aufstellungsbeschlusses für die Bauleitplanung. Die Firma "Südwerk" hatte im Januar einen entsprechenden Antrag zum Bau einer Fotovoltaik-Anlage gestellt, die nordöstlich von Trimberg auf gut elf Hektar entstehen soll. Die Anlage soll knapp 12, 7 Millionen kWh Strom pro Jahr produzieren. Damit werden jährlich 7600 Tonnen Kohlen-Dioxid eingespart und etwa 300 Personen mit Energie versorgt.

Die Projektgesellschaft Südwerk hat sich verpflichtet, den Antrag auf Einleitung des Planverfahrens, die gesamten Kosten, einschließlich Planung und erforderlicher Gutachten, zu tragen. Ob der Markt die Anlage selbst übernimmt, eine Beteiligung anstrebt oder anderen den Betrieb überlässt, wird später entschieden. Das Rats-Gremium sprach sich einmütig für Aufstellung des Bebauungsplans für das Sondergebiet Elfershausen/Trimberg und die damit anhängige Änderung des Flächennutzungsplans aus.

Der Dorf-Kultur-Weg Machtilshausen benötigt drei weitere Info-Tafeln zum Preis von etwa 400 Euro. Die Kosten für diese Projekterweiterung übernimmt im Zuge der 1200-Jahr-Feier des Ortsteils die Gemeinde. Der Bauhof stellt die Tafeln auf, beschied der Rat.

Einziger Bauantrag war der Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport am Machtilshausener "Kreuzberg". Dem Vorhaben nebst Befreiungen von den Festsetzungen wurde ohne Einwände entsprochen.

Der Bürgermeister informierte über den Zuwendungsbescheid für die Wasserbegegnungsstelle in Elfershausen. Demnach steht für das Projekt eine Förderung in Höhe von rund 378.000 Euro bereit. Das sind 90 Prozent der geschätzten Kosten. Es folgt die Angebotseinholung für weitere Leistungsphasen. Mehrere Büros sind aufgefordert. Auch der Förderbescheid des Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) für den Abriss des Gebäudes "Am Rosenhügel 8" ist eingetroffen. Die Abbrucharbeiten beginnen im Winter. Der abgelehnte Förderbescheid für ein Gleis E-mobil wird überarbeitet und noch einmal als Antrag eingereicht.

Für die Radwegplanung von Langendorf nach Fuchsstadt erteilte die Regierung von Unterfranken die Erlaubnis, vorzeitig zu beginnen. Angebote über Planungsarbeiten liegen derzeit bei der Regierung zur Prüfung. Eine Info-Veranstaltung zur P 43-Trasse plant Tennet am 18. Oktober im Hotel Ullrich.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Krumm bekannt, dass die Aufträge für die Kindermöbel, Gitterroste sowie die Tor- und Zaunanlage für den neuen Kindergarten vergeben wurden. Einem weiteren Nachtrag für Tischlerarbeiten wurde zugestimmt. Auch für das neue Trimberger Feuerwehr-Fahrzeug vergab der Rat den Auftrag für die Beladung und die Umbauarbeiten. Beschlossen wurde auch die Beschaffung eines Elektro-Allmähers und eines elektrischen Rasenmähers zur Bearbeitung der Grünanalgen.

Zustimmung vom Rat erhielt der "Burgschoppen", der in Monaten September und Oktober von einem Weinlieferanten aus Hammelburg jeden Donnerstag ab 17 Uhr ausgeschenkt wird. Gemeinderat Alfons Hausmann forderte mit Blick auf die 1225-Jahr-Feier Langendorfs zur Sanierung der Alten Schule auf. Eine Förderung ist derzeit nicht möglich. Sobald dies Möglichkeit wieder besteht, wird die Gemeinde einen neuen Antrag stellen, Kleinere "Schönheits-Fehler" will der Markt selbst beheben lassen.