Bei der Leistungsprüfung im Löschwassereinsatz der Feuerwehr geht es um den Beweis von Fähigkeiten, die in mühsamer Ausbildung und Übung erworben wurden. Drei Gruppen zu je sieben Floriansjüngern traten am Samstag auf dem Festplatz Völkersleier an, um diesen Leistungsbeweis zu erbringen. Auszeichnungen in Bronze und Silber bis zur höchsten Stufe Gold auf Rot waren die Belohnung. Alle haben bestanden. Auch Kommandant Florian Hluchy war unter den Prüflingen anzutreffen und erreichte Gold auf Rot.
Als einzige weibliche Teilnehmerin von der Wehr Völkersleier trat Jasmin Lange an. "Für unsere Wehr Völkersleier wünsche ich mir noch einige weibliche Kameradinnen", sagt die 18-Jährige. Ihre Freundin Laura Zeller hat sie schon überzeugt und für den Ehrendienst bei der Freiwilligen Feuerwehr gewonnen. Laura muss noch die Grundausbildung "Truppmann I und II" absolvieren, bevor sie zur Leistungsprüfung antreten darf.
Mit Sina Degen gebe es noch eine dritte Frau in der heimatlichen Wehr Völkersleier, erklärt Vereinsvorsitzender Lothar Haas. Degen sei dort die Frauenbeauftragte. Und bald werde die junge Mutter auch in den aktiven Ehrendienst eintreten. "Es ist wichtig, dass auch die Frauen Kenntnisse über die heimische Feuerwehr erlangen", sagt Haas. Denn wenn die Männer tagsüber fern des Heimatdorfes auf der Arbeit seien, könnten daheim gebliebene Frauen im Ernstfall tätig werden.


Im Ernstfall gezielt und effektiv

"Wir wollen jederzeit auf unserem einsatzfähigen Stand bleiben und nicht einrosten", tönt es aus den Reihen der Teilnehmer. Wenn es einmal brennt, dann sollte die Wehr gezielt und effektiv helfen können. Von der Ausstattung her sei Völkersleier eher für das Löschen von Bränden vorgesehen.
Die benachbarte Stützpunktwehr aus Wartmannsroth sei perfekt für die technische Hilfeleistung gerüstet und rücke deshalb auch für Autobahneinsätze aus. Die Generalprobe für den Prüfungstag am Samstag gab es ein paar Tage zuvor. Kommandant Hluchy: "So eine Leistungsprüfung stärkt auch die Kameradschaft in unserer Wehr."
Streng beobachteten die Schiedsrichter Kreisbrandmeister Klaus Kippes, Kommandant Manfred Reith aus Wartmannsroth und Jürgen Sachs aus Waizenbach die korrekte Erfüllung aller Aufgaben. Es geht um Knoten, um Schlauchverbindungen, um das Verlegen von Leitungsrohren und um den gezielten Wasserstrahl.


Bereich wird größer

Vor allem aber geht es um die Zeitlimits, die nicht überschritten werden sollen. Schnell, aber zielgerichtet bewegten sich die 21 Feuerwehrleute über den Platz. Am Ende ist alles geschafft und die Leistungsabzeichen für die sechs Stufen wurden verliehen: viermal Bronze, zweimal Silber, zweimal Gold sowie fünfmal Gold auf Blau, siebenmal Gold auf Grün und einmal Gold auf Rot.
Vorsitzender Haas und Kommandant Hluchy freuen sich schon jetzt auf ihr neues Feuerwehrauto TSF, das sie für 2019 erwarten. "Mit so vielen jungen Leuten ist unser Dorf eine starke Truppe für die Feuerwehr", stellt Haas fest. Nicht nur für Völkersleier, sondern auch für Heckmühle ist diese Wehr zuständig. Und nach der zu erwartenden Auflösung der Wehr Heiligkreuz im kommenden Jahr gebe es auch für dort einen erweiterten Bereich der Zuständigkeit, dann in drei Dörfern. Zurzeit seien 51 Feuerwehrleute aktiv in Völkersleier.