"Kunst begegnen - beim Wein verweilen" - unter diesem Motto stand die Kunstwoche, welche in Ramsthal stattfand. "Sie war ein voller Erfolg", fassen die beiden Organisatoren und Künstler Thea Keßler und Bernhard Gößmann-Schmitt die Veranstaltung zusammen. Sie und ihr Team vom Verein erLebenskunst Ramsthal haben zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt, die Besucher von nah und fern anzogen. "Besonders freut uns, dass viele Personen teilweise auch von weit außerhalb erschienen sind, um die einzelnen Veranstaltungen zu besuchen", sagt Thea Keßler. Zahlreiche Programmpunkte, die sich den unterschiedlichsten Bereichen widmeten, sorgten dafür, dass für jeden etwas dabei war. Die Kunstwoche in dieser Form fand bereits zum zweiten Mal statt. Alles wurde ehrenamtlich organisiert, ein großer Kraftakt, der sich aber mehr als gelohnt hat. "Wir wollen die Kunstwoche in zwei Jahren wieder stattfinden lassen." Doch nun heißt es erst einmal, die Veranstaltung Revue passieren zu lassen - und sich etwas auszuruhen, schließlich hatte das ganze eine Vorlaufzeit von rund einem Jahr und kostete viel Kraft.


Super harmonisch

24 Ausstellungsorte in Ramsthal machten die Kunstwoche zu einem Erlebnis. "Viele Künstler waren die ganze Woche über da und haben sich hier im Ort eingemietet", berichtet Thea Keßler. "Bei der Auswahl der Künstler achteten wir darauf, eine möglichst breite Palette zu bieten", sagt Thea Keßler. Diese ließen sich dabei ganz auf den Ort ein, die Zusammenarbeit war hervorragend. "Wir fanden es wirklich super harmonisch", sagt Gößmann-Schmitt.
Doch nicht nur Kunstausstellungen waren zu sehen. Es gab unter anderem auch Konzerte, einen Filmabend und als ein Highlight das Improtheater, das bei den Besuchern ob seiner phantasievollen Präsentation sehr gut ankam. Doch nicht nur neuem hatte man sich gewidmet: mit der kunstformübergreifenden Präsentation des Gilgamesch-Epos, der ältesten überlieferten Dichtung aus dem alten Babylonien, setzte man in der Kirche Akzente. "Wir hatten hier eine sehr gute Resonanz, die Kirche war sehr gut besucht", sagt Thea Keßler. Auch das Konzert von Trong in der Sporthalle Ramsthal war gut besucht. Im Rahmen der Kunstwoche gab es noch einen Reblaus-Malwettbewerb. Unter den zahlreichen Einsendungen konnte Annika Haub den Jury-Preis gewinnen, den Besucherpreis bekam Mariella Friedrich überreicht.
"Wir haben für die Kunstwoche sehr viel Lob bekommen, die Besucher waren begeistert", ziehen die beiden ein Resümee. Und noch einen anderen positiven Effekt hatte die Veranstaltung: "Wir konnten Menschen für Kunst begeistern und sie dazu bringen, sich mit ihr zu beschäftigen", freut sich Keßler.


Großes Interessse

Die Künstler haben sich über die positive Resonanz und die Gespräche mit den Besuchern sehr gefreut. "Es war einfach toll, dass auch die Dorfbevölkerung, die mit der Kunst konfrontiert wurden, sich darauf einließen und großes Interesse an den Tag legten", sagt Gößmann-Schmitt. Viele interessante Gespräche wurden so geführt und auch die Besucher nahmen sich die Zeit, sich ganz auf das Gezeigte einzulassen. "Eine Besucherin hat sogar gemeint: das, was man hier zu sehen bekommt, wird sonst nur in Metropolen gezeigt", erinnert sich Thea Keßler.
Doch wird erst einmal durchgeschnauft und gemeinsam mit den Künstlern die Woche reflektiert. "Man kann schließlich immer das eine oder andere verbessern", sagt Gößmann-Schmitt. Denn: nach der Kunstwoche ist vor der Kunstwoche, und in zwei Jahren wird man dann ein ebenso buntes und phantasievolles Programm bieten.