Bereits im vergangenen Jahr sei die Baustelle etwa einen Monat hinter dem Zeitplan gewesen. "Durch die wetterbedingte Pause sind noch einmal vier Wochen dazu gekommen", sagte Mohr. Deshalb werde demnächst in Absprache mit den Firmen ein neuer Zeitplan erstellt.

Zu Verzögerungen habe Ende des vergangenen Jahres vor allem ein Corona-Fall bei den Pflasterern geführt. Straße und Gehweg werden komplett mit großen Naturstein-Quadern ausgelegt. Das aufwendige Fischgrät-Muster erfordert gerade im Kurvenbereich viel Handarbeit und viele Anpassungen. "Wenn die Pflasterarbeiten gut weiterlaufen, dürfte der erste Bauabschnitt in fünf bis sechs Wochen fertig sein", sagte Mohr.

Parallel dazu wurde bereits vor den Weihnachtsferien mit dem Auskoffern des zweiten Bauabschnitts zwischen der Spitalkirche und der Einmündung der Dalbergstraße begonnen. Insgesamt investieren Stadt und Stadtwerke rund 3,36 Millionen Euro in den Ausbau der Bahnhofstraße. Die Maßnahme wird etwa zur Hälfte bezuschusst. Die Ausgaben sind auf drei Haushalte verteilt: 1,3 Millionen Euro für das vergangene Jahr, 1,7 Millionen Euro für heuer und 300 000 Euro für 2022. Ursprünglich war vorgesehen, dass der letzte Abschnitt bis zur Postamtskreuzung noch in diesem Jahr fertig wird. Ob das trotz der Verzögerung zu halten ist, blieb in der Sitzung offen. Stadtbaumeister Mohr sicherte zu, dass sämtliche Sperrungen und Änderungen beim Bau-Fortschritt mit Anwohnern und betroffenen Geschäftsleuten besprochen werden.